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Grevenbroich: UWG für Lkw-Verbot auf der Landstraße 116

Grevenbroich : UWG für Lkw-Verbot auf der Landstraße 116

Die UWG-Fraktion macht sich dafür stark, dass die Landesstraße 116 (L 116) für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt wird. Als Alternative zu einer solchen Sperrung sprechen sich die Unabhängigen dafür aus, auf dieser Strecke Mautgebühren für den Lkw-Durchgangsverkehr zu erheben. Einen entsprechenden Antrag für die nächste Ratssitzung hat die UWG formuliert. Hintergrund ist die Feinstaubbelastung in Gustorf und Gindorf.

UWG-Fraktionsvorsitzende Martina Flick betont: "Das Problem diskutieren wir seit dem vergangenen Jahrtausend. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht." Der Antrag solle bewirken, dass sich die Verwaltung mit Nachdruck bei den zuständigen Landesbehörden für eine Verbesserung einsetzt. Allein im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Mai 2012 sei laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) an 35 Tagen der Grenzwert überschritten worden.

"Zudem lagen die gemessenen Werte oft nur knapp unter den zugelassenen Höchstwerten", sagt Flick. Einen Grund für die Feinstaubbelastung sieht die UWG im Lkw-Verkehr. Dieser habe sich in den vergangenen Jahren auf der L 116 mehr als verdoppelt. "Darunter sind auch einige sogenannte Mautflüchtlinge", meint Martina Flick.

Insbesondere seit der Sperrung der A 46 verlassen laut UWG viele Lkw die A 46 an der Anschlussstelle Grevenbroich, um über die L 116 die Anschlussstelle der A 61 in Bedburg zu erreichen. Das Gleiche geschieht in umgekehrter Richtung. Dadurch würden jeweils etwa 20 Kilometer mautpflichtiger Autobahn vermieden. Dies sei zu verschiedenen Zeitpunkten von Bürgern festgestellt worden, in dem sie den Lkw mit ihren Pkw gefolgt sind.

Verstärkt werde die Problematik durch den Verkehr zum Distributions-Center des Technologiekonzerns "3M" in Jüchen. Von dort kommende Lkw würden über die A 540 bis zur Anschlussstelle Gustorf/L 116 bis Bedburg fahren.

(NGZ/ac)