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Grevenbroich: UWG: Edel-Immobilien besser nutze

Grevenbroich : UWG: Edel-Immobilien besser nutze

Fraktion macht sich für Vermietung von Gebäuden und für ein Café stark.

Firmen mieten Haus Hartmann für eine Schulung, in der Versandhalle können Galeristen ausstellen oder Geschäfte Brautmode präsentieren: Wenn es nach der UWG-Fraktion geht, ist künftig vieles möglich in den "Edel-Immobilien" der Stadt. "Kreativität und Phantasie sind gefragt, um die Gebäude intensiver zu nutzen", sagt Ratsfrau Hildegard Florack.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Der fragte, ob sich die Stadt die sieben repräsentativen Gebäude von der Versandhalle bis zum AltenSchloss und zur Alten Feuerwache allesamt leisten könne. Für einen Verkauf sieht die Verwaltung nur geringe Aussichten, die UWG setzt daher auf eine andere Lösung: "Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, eine intensivere Nutzung der ,Edel-Immobilien' durch Vermietung an Privatpersonen und Firmen zu erreichen ", heißt es in einem Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft für die nächste Ratssitzung. Die Stadt solle die Räumlichkeiten mit Anzeigen oder Werbung im Internet auch überregional offensiv vermarkten – etwa für Empfänge, Seminare, Firmenpräsentationen oder Ausstellungen.

"Ziel muss es sein, die Einnahmesituation so zu verbessern, dass die Gebäude zumindest kostendeckend betrieben werden", so Florack. Sie rührt gleich selbst die Werbetrommel: "Haus Hartmann oder die Versandhalle liegen in einer traumhaften Umgebung, das ist genau das Richtige für zahlreiche Veranstaltungen. Die Stadt hat viele Möglichkeiten – wir müssen uns nur etwas einfallen lassen."

Im Zusammenhang mit der Immobilien-Debatte bringt die UWG ein langjähriges Anliegen ins Spiel. "Eine gute Voraussetzung für eine bessere Vermarktung wäre ein Bistro oder Café auf der Stadtparkinsel, das vielleicht auch das Catering für Veranstaltungen übernimmt."

Unterstützung findet die UWG beim Kunstverein Grevenbroich. "Die Lichtinstallationen und jetzt die Fahnen-Ausstellung haben gezeigt, wie groß das interesse der Grevenbroicher an dem Gebiet zwischen Villa Erckens und Stadtparkinsel ist", erklärt Vorsitzender Professor Hans Rainer Willmen. "Und es besteht eine große Sehnsucht nach einem Café dort." Als Standort kann er sich das Auerbachhaus vorstellen, die UWG hatte früher das Waagehaus nebenan vorgeschlagen. Willmen ist sich sicher: "Davon würden auch andere Stadt-Gebäude und Einrichtungen profitieren, etwa das Museum durch steigende Besucherzahlen"

(NGZ)