Grevenbroich: Unterschriften für GV-Zeichen

Grevenbroich: Unterschriften für GV-Zeichen

Boris Schnitzler will das GV-Kennzeichen zurück. Nachdem er eine entsprechende Facebook-Gruppe gegründet hat, setzt er nun auf seine Mitbürger – und eine Unterschriftenaktion. Unterstützt wird er von Rolf Göckmann (ABG).

Boris Schnitzler will das GV-Kennzeichen zurück. Nachdem er eine entsprechende Facebook-Gruppe gegründet hat, setzt er nun auf seine Mitbürger — und eine Unterschriftenaktion. Unterstützt wird er von Rolf Göckmann (ABG).

Holger Holzgräber hat schon reagiert. Als sich der SPD-Fraktionsvize vor kurzem ein neues Auto zulegte, achtete er bei der Kennzeichenwahl auf die Buchstabenkombination: NE-GV. "Noch lieber wäre mir aber ein GV-Kennzeichen", sagt er. Damit könnte er seine Heimatverbundenheit noch besser zeigen. Kein Wunder, dass Holzgräber eine Aktion gut findet, die Boris Schnitzler jetzt ins Leben rief.

Unter dem Slogan "Ja, zur freien Kennzeichenwahl" sammelt der 37-Jährige Unterschriften für die Wiedereinführung des GV-Kennzeichens. Diese sollen im kommenden Monat an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke übergeben werden. "Ich bin guter Dinge, dass wir 1000 bis 2000 Unterschriften zusammenbekommen", sagt Schnitzler.

Boris Schnitzler ist Gründer der Facebook-Gruppe "Ich bin für GV anstatt NE-Auto-Kennzeichen in Grevenbroich". Auf der Facebook-Seite der Gruppe können die Unterschriftenlisten heruntergeladen werden. Ziel ist es, möglichst viele Bürger zu gewinnen, die die Unterschriftensammlung vorantreiben — zum Beispiel im Freundes- und Kollegenkreis. Die Zahl der Helfer für die Wiedereinführung des Kennzeichens soll so stetig zunehmen. "In Grevenbroich sind schon rund 60 Taxifahrer mit Listen unterwegs", sagt Schnitzler.

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Tatkräftig unterstützt wird er vom ABG-Fraktionsvorsitzenden Rolf Göckmann. "Für mich ist die starre Haltung des Landrats nicht nachvollziehbar", sagt Göckmann. Während sich der Grevenbroicher Stadtrat für das GV-Zeichen aussprach, hatte Hans-Jürgen Petrauschke die Wiedereinführung abgelehnt. Damit schien das Thema vom Tisch. Nachdem der Bundesrat im September aber ausdrücklich den Plänen der Bundesregierung zustimmte, die alten Kennzeichen wieder zuzulassen, kam wieder Bewegung in die Sache.

Im NRW-Landtag stellten die FDP-Abgeordneten Henning Höne und Kai Abruszat daraufhin Ende September eine Kleine Anfrage. Darin heißt es: "Kann der Wunsch der Wiedereinführung alter Kennzeichen durch Kreisbehörden verhindert werden?" Die Antwort der Landesregierung steht noch aus.

Einer, der sich vehement für die Wiedereinführung des GV-Zeichens einsetzt, ist FDP-Stadtverbandsvorsitzender Markus Schumacher. "Ich finde jede Aktion gut, die dieses Vorhaben unterstützt", stellt er klar. CDU-Chef Norbert Gand begrüßt, "dass die Bürger ihren Willen in dieser Frage formulieren". Bürgermeisterin Ursula Kwasny befürwortet das GV-Zeichen ohnehin.

Die Unterschriftensammlung soll bis 31\. Oktober laufen. Ausgefüllte Listen können bei Rolf Göckmann, Zur Wassermühle 27—31, abgegeben werden.

(NGZ/rl)
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