Grevenbroich: Unsichere Lage: Motorsportler handlungsunfähig

Grevenbroich: Unsichere Lage: Motorsportler handlungsunfähig

Wird aus dem Motocross-Gelände auf der Königshovener Höhe eine Bauschutt-Deponie? Diese Frage bleibt vorerst offen - und das macht den Mitgliedern des Motorsportclubs (MSC) Grevenbroich schwer zu schaffen.

Weil der Kreis mit dem Verein nur noch kurzfristige Verträge für die Nutzung des Geländes abschließt, sei der MSC handlungsunfähig, beklagt Sprecher Günter Becker. Der Verein müsste schon jetzt in die Planungen für die Rennserie 2019 einsteigen, doch wegen der unsicheren Lage sei das nahezu unmöglich. "Außerdem fragen uns Lieferanten, Sponsoren und Partner nach der weiteren Zusammenarbeit. Hierzu können wir aber nichts Konkretes sagen", so Becker. Aktuell wisse der Verein nicht, wie es zum Jahresende, geschweige denn 2019 aussehe.

Da der Rhein-Kreis den Verein bisher mit Schirmherrschaften bei Rennen unterstützt hat, hoffen die Sportler auf eine gemeinsame Lösung, um den Moto-Cross-Sport weiterhin in der bisherigen Qualität fortsetzen zu können - ebenso die Umwelt- und Jugendarbeit, für die die Grevenbroicher bundes- und weltweit ausgezeichnet wurden. "Vertreter des Rhein-Kreises haben uns weitere Gespräche zugesagt, die wir selbstverständlich gerne wahrnehmen werden", sagt Becker, der auf ein glückliches Ende hofft.

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Der MSC hat seine Heimat in einer Grube, die ursprünglich für die nie realisierte Kreisdeponie II vorgesehen war. Möglicherweise soll sie künftig als Kippe für unbelastete Bauabfälle und Bodenaushub genutzt werden.

(wilp)
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