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Grevenbroich: Unfallschwerpunkte werden entschärft

Grevenbroich : Unfallschwerpunkte werden entschärft

Bei Kapellen und Noithausen, Am Hammerwerk und auf der Energiestraße sollen häufige Unfallstellen beseitigt werden. Die Unfallkommission beobachtet künftig noch acht von bislang 13 Stellen, an denen es oft "krachte".

Siebzehn Verkehrsunfälle mit zwei Schwer- und neun Leichtverletzten in 15 Monaten — das ist die traurige Unfall-Bilanz an der Kreuzung der L 161/Auf den Hundert Morgen und der A 46-Zufahrt bei Kapellen. Sie und mehrere andere Unfallhäufungsstellen im Stadtgebiet sollen nun entschärft werden. Die Weichen dafür hat die Unfallkommission gestellt, in der Vertreter der Straßenverkehrsbehörden der Stadt und des Kreises, der Polizei sowie der Straßenbaulastträger zusammenarbeiten. Der Bericht der Kommission liegt heute im Bauausschuss vor.

Mit insgesamt 13 Unfallhäufungsstellen hat sich die Kommission befasst — unter anderem auch mit der Kreuzung an der A 46-Zufahrt bei Kapellen. "Ursache der Unfälle sind oft Fehler beim Abbiegen, Rotlicht-Verstöße, zudem kommt es zu Auffahrunfällen", erläutert Polizeisprecher Hans-Willi Arnold.

Vor kurzem wurden deshalb bereits die Fahrbahn-Markierungen erneuert. Künftig sollen die aus Richtung Holzheim/Hülchrath kommenden Linksabbieger, die in Richtung Gewerbegebiet wollen, eine eigene Grünphase erhalten. Zuvor sind aber, wie Verkehrsingenieurin Ursula Hauguth im Rathaus erklärt, Verkehrszählungen erforderlich, um etwa die Länge der Phase festzulegen. Zudem klärt der Kreis, ob an der Kreuzung Rotlicht-Überwachungskameras installiert werden können. Bereits gehandelt wurde in Noithausen auf der Kreisstraße 40 an der Zufahrt zum Real-Markt. Autofahrer kreuzen dort einen Radweg, in anderthalb Jahren ereigneten sich vier Unfälle zwischen Autos und Radfahrern.

Als Sofortmaßnahme wurden nun zusätzlich zu den Stopp-Zeichen Schilder aufgestellt, die auf die Radler aufmerksam machen sollen. Für die Zukunft empfiehlt die Polizei, etwa die Radfahrer-Furt rot zu färben oder den Zufahrtsbereich — ähnlich wie an der Einmündung der Straße Am Sodbach am Schulzentrum — aufzupflastern.

2014 soll eine andere unfallträchtige Stelle — die Einmündung "Zur Wassermühle" in die Energiestraße bei Neuenhausen — entschärft werden: Immer wieder kommt es zu Kollisionen mit Abbiegern. In den ersten fünf Monaten 2013 wurden zwei, im Oktober 2012 fünf Menschen verletzt. Nun wird die Kreuzung mit Ampeln ausgerüstet Der Landesbetrieb Straßen NRW teilte gestern mit, dass die Signalanlage im ersten Halbjahr 2014 aufgebaut werden soll — ursprünglich sollte sie bereits 2013 stehen. Auch auf der Straße Am Hammerwerk soll es für Verkehrsteilnehmer sicherer werden. Wegen der vielen Zufahrten und querender Fußgänger kommt es dort seit Jahren zu Unfällen. Im Frühjahr sollen nun Bagger anrollen. Die Stadt baut die vielbefahrene Straße aus. Die Fahrbahn wird breiter, Radler erhalten Schutzstreifen.

Positiv: Fünf der bislang 13 Unfallhäufungsstellen braucht die Kommission nicht mehr zu beobachten, weil die Zahl der Unfälle gesunken ist. Entspannt hat sich die Lage etwa auf der L 142 bei Neukirchen, in Höhe Bilderstöckchen sowie der Kreuzung mit den Straßen Unterdorf/Am Reiherbusch hatte es öfter "gekracht" "Die Lage hat sich dort entspannt", so Hauguth.

(NGZ)