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Umweltschützer projizieren Kohleausstieg-Forderung auf RWE-Kraftwerk in Neurath

„Braunkohle ist tödlich“ : Umweltschützer projizieren Kohleausstieg-Forderung auf RWE-Kraftwerk

Am Donnerstagmorgen war auf einem Kühlturm des Kraftwerks in Grevenbroich-Neurath ein Schriftzug zu sehen, mit dem Umweltaktivisten einen schnellen Kohleausstieg fordern. Darüber debattiert auch der Landtag am Vormittag.

Mit einer Aktion am Braunkohlekraftwerk Neurath im Rheinland haben Umweltaktivisten am Donnerstagmorgen einen schnelleren Kohleausstieg gefordert. Auf einen Kühlturm des Kraftwerks ließen sie den Schriftzug „Braunkohle ist tödlich – Für unsere Dörfer und unser Klima“ projizieren. „Auf jeder Zigarettenpackung stehen Warnhinweise, aber vor den Folgen fossiler Energien für unser Klima wird nicht gewarnt“, sagte eine Vertreterin der Gruppe „Menschenrecht vor Bergrecht“.

In Neurath stehen die beiden größten Braunkohleblöcke des Energiekonzerns RWE. Sie sollen nach den Beschlüssen des Bundestags zum Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 laufen. Das Kraftwerk Neurath ist nach Zahlen des Umweltbundesamtes die Industrieanlage mit dem höchsten Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in Deutschland.

Der nordrhein-westfälische Landtag wird am Vormittag über einen Antrag der Grünen debattieren, in dem unter anderem eine Überarbeitung der Leitentscheidung der Landesregierung zum weiteren Braunkohleabbau gefordert wird. Die Landesregierung müsse die Voraussetzungen für die Beendigung des Braunkohleabbaus im Rheinischen Revier bis spätestens 2030 schaffen, heißt es darin.

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RWE hält seinen Kritikern entgegen, der Konzern setze den Ausstieg aus der Braunkohle bereits konsequent um. Bis Ende 2022 würden sieben weitere Braunkohleblöcke vom Netz gehen. RWE werde bis 2030 insgesamt zwei Drittel der Braunkohlekapazität stilllegen.

(bora/dpa)