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Grevenbroich: Über 3000 Besucher bei "Erlebniswelt Motorrad"

Grevenbroich : Über 3000 Besucher bei "Erlebniswelt Motorrad"

Das Knattern der Maschinen war schon weit vor dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum zu hören. Zum dritten Mal trafen sich am Wochenende Motorrad-Begeisterte bei der"Erlebniswelt Motorrad". Rund 50 Aussteller, Probefahrten und viele Infos rund um das Bike lockten über 3000 Menschen.

Wegen des schlechten Wetters kamen deutlich weniger als im Vorjahr, doch viele ließen sich dadurch nicht abschrecken. Frank Hoffmann (46) aus Herne wollte mehr über das Trainingsangebot herausfinden. "Ich habe schon mehrere Trainings gemacht, halte sie für wichtig." Ebenfalls mit dem Motorrad angereist sind Peter und Rosemarie Diedner. Die Biker aus Neersen sind von der Angebotsvielfalt begeistert. "Hier findet man alles, was das Biker-Herz begehrt", sagten sie. Klaus Ruppert, Leiter des Zentrums, und Projektleiter Adam Hapel hatten für ein besonders vielfältiges Angebot gesorgt. "Wir konnten gleich sechs namhafte Hersteller von Motorrädern und Ersatzteilen für unsere Messe gewinnen", erklärte Ruppert.

Motorradfahrer konnten sich etwa für eine Probefahrt mit den neuesten Modellen anmelden. "2010 hatten wir 1400 Probefahrten. Diese Zahl haben wir dieses Jahr schon getoppt", berichtet Ruppert. Ein "Schräglagenmotorrad" mit großen Stützrädern konnte bei Kurvenfahrten getestet werden. "Wer sich nicht traut, sich tief in die Kurven zu legen, kann mit dieser Maschine seine Grenzen austesten", erklärte Ruppert. Die Polizei war mit ihren "ProVida-Motorrädern" gekommen. "Wir wollen den Motorradfahrern zeigen, dass rasen sich nicht lohnt. Präventionsarbeit spielt für uns eine große Rolle", so Polizeibeamter Gereon Hogenkamp. Neben großen Händlern fanden sich auch kleine Betriebe wie die Anfang des Jahres gegründete Grevenbroicher Firma "Motofaktur". Mitarbeiter Norbert Weibeler (49) erklärte: "Wir kommen hier direkt mit den Kunden ins Gespräch. Diese Messe ist ein Muss für jeden Motorradfan im Umkreis."

Kritik von Besuchern gab's wegen der Parkplatzsituation. Viele fanden kaum einen Parkplatz, so mancher stellte sein Fahrzeug fast im Straßengraben ab. "Die Stadt hat unseren Antrag abgelehnt, die Provinzstraße zwischen Kreisverkehr und der Zufahrt zum Fahrsicherheitszentrum zu sperren", sagte dazu Hapel. "Das Ordnungsamt war am Samstag vor Ort und hat die Situation verstanden. Für das nächste Jahr haben wir schon Ideen." Am Ende zog Hapel aber eine positive Bilanz. "Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt. Doch im Grunde sind die Aussteller und wir sehr zufrieden."

(NGZ)