1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: TuS lehnt eine Umsiedlung zum FC-Süd energisch ab

Grevenbroich : TuS lehnt eine Umsiedlung zum FC-Süd energisch ab

Der TuS Grevenbroich denkt nicht daran, seinen Standort am Alten Schloss zu verlassen. Das machte gestern Friedel Geuenich, Jugendleiter und Vorsitzender der Fußballabteilung, deutlich: "Eine Umsiedlung zur Süd-Anlage kommt für uns nicht infrage."

Geuenich reagiert damit auf einen Vorschlag von Dieter Wintersig, dem Vizevorsitzenden es 1. FC Süd. Vor dem Hintergrund drohender Sparzwänge hatte er angeregt, dass beide Vereine das gut ausgebaute Stadion in Neuenhausen nutzen könnten.

Der TuS reagiert darauf empfindlich: "Es ist nicht nachzuvollziehen, wie es zu solchen Überlegungen kommen kann", erklärte Geuenich gegenüber unserer Zeitung. Sein Verein stehe schon aus seiner Tradition heraus dem Stadtzentrum und den nördlichen Stadtteilen erheblich näher und weise aus diesem Grund einen Trainings- und Spielstandort in Neuenhausen weit von sich.

"Auch wir wollen sparen und haben die Weichen dafür bereits gestellt", betont der Chef der Fußballabteilung. So will der Verein künftig auf seiner Anlage etwa Kooperationen mit Schulen eingehen. "Das haben wir fest im Visier", unterstreicht Friedel Geuenich. Ziel ist es, Schüler über den Fußballsport als Nachwuchs für den eigenen Verein zu gewinnen. Der TuS will hierfür eine Kooperation mit einem namhaften Bundesligaclub eingehen, in Kürze werden die erforderlichen Gespräche geführt.

"Die von Dieter Wintersig genannten Synergieeffekte sind unüberlegt ausgesprochen und faktisch unwirklich begründet", kommentiert Geuenich. Laut Auskunft der Stadt stehe das Gelände rund um das Schlossstadion nämlich unter Denkmalschutz und könne gar nicht veräußert werden.

"Der Vorschlag des 1. FC Süd ist eigennützig und würde unseren Verein die Existenz kosten", befürchtet Friedel Geuenich. Sein Beispiel: Durch Engpässe bei den Trainingseinheiten seien einzelne Jugendmannschaften des TuS in der Vergangenheit auf weniger ausgelastete Fußballplätze im Stadtgebiet ausgewichen. "Nach einer gewissen Zeit haben sie sich den dortigen Vereinen angeschlossen, was ich unter diesen Voraussetzungen nachvollziehen kann", so Geuenich.

(wilp)