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Grevenbroich: Tunnel unter der Bahn ab 2014

Grevenbroich : Tunnel unter der Bahn ab 2014

Die wichtigsten Planungen werden noch in diesem Jahr abgeschlossen. 2014 sollen voraussichtlich die Bagger anrollen. Dann wird ein Tunnel unterhalb des Bahnübergangs an der Blumenstraße gegraben.

Wer vor den geschlossenen Schranken auf der Blumenstraße in Orken steht, muss geduldig sein. Der Bahnübergang wird stark frequentiert, oft kommen mehrere Züge hintereinander – dann ist Warten angesagt. Ein Ärgernis für diejenigen, die es eilig haben. Aber nicht mehr lange.

Der städtische Beigeordnete Werner Hoffmann signalisierte jetzt in einem Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Wiljo Wimmer (CDU), dass der seit 1999 geplante Tunnel in absehbarer Zeit realisiert werden kann. Noch in diesem Jahr sollen die wichtigsten Planungen abgeschlossen werden. Bis zum Baustart werden jedoch noch drei Jahre vergehen. "Voraussichtlich können die Arbeiten 2014 beginnen", erklärt Hoffmann.

Radweg zur "P+R"-Anlage

Künftig soll der Straßenverkehr unter den Gleisen statt oben drüber gehen. Nach den Planungen von Stadt und DB-Projektbau führt die künftige Trasse von der Von-Goldammer-Straße (K22) zunächst nach Süden und dann in einem Bogen auf die Blumenstraße. Der Bau von langen Rampen ist bei diesem Projekt unnötig. Für Werner Hoffmann wichtig: "Am Rand der neuen Trasse wird auch ein Fuß- und Radweg verlaufen. Das wird vor allem diejenigen freuen, die regelmäßig zur Sportanlage am Türling oder in das dahinter liegende Naherholungsgebiet wollen."

Ein erster Schritt wird schon vor den Tunnelbauarbeiten vorgenommen. Werner Hoffmann wird dem Bauausschuss demnächst die Planungen für den Bau eines Radweges von der Merkator- zur Blumenstraße vorlegen, der über das ehemalige Bahngelände verlaufen und später an die neue Trasse angeschlossen wird. Der Vorteil aus seiner Sicht: "Damit werden die ,Park and Ride'-Plätze hinter dem Bahnhof auch für den Fahrradverkehr erschlossen."

Die Kosten für das Tunnelbauprojekt wurden vor einigen Jahren noch mit 3,5 Millionen Euro beziffert. "Vermutlich werden die Kosten 2014 etwas höher ausfallen", schätzt Werner Hoffmann. Finanziert werden soll das Projekt von mehreren Partnern. Jeweils ein Drittel übernehmen die Deutsche Bahn, der Bund und die Stadt. Letztere kann übrigens mit Fördermitteln nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz rechnen – etwa 70 bis 80 Prozent.

Vor der Landesgartenschau (1995) wurden in Grevenbroich die wichtigsten Bahnübergänge beseitigt – auf der Rheydter Straße, der Schanze und der Lindenstraße. Neben der Blumenstraße blieben die beiden Übergänge auf der Bergheimer Straße und am Ortseingang von Noithausen (Am Rittergut) als Zukunftsprojekte übrig.

(NGZ)