Grevenbroich: Trotz Gebührenerhöhung mehr VHS-Teilnehmer

Grevenbroich: Trotz Gebührenerhöhung mehr VHS-Teilnehmer

Um die Honorare für ihre Dozenten anpassen zu können, erhöhte die Volkshochschule (VHS) zum Jahresbeginn die Teilnahmegebühren im kompletten Kursangebot um zehn Prozent. "Unsere Preise sind damit noch immer kommod", berichtet Monika Born-Möbius, stellvertretende VHS-Leiterin. "Und das honorieren unsere Teilnehmer."

"Das Semester ist gut angelaufen", bilanziert sie vorsichtig die ersten Wochen des Frühjahrssemesters. "Im Vergleich zum Vorjahr sind die Teilnehmerzahlen sogar minimalistisch angestiegen", signifikant sei das Plus im Bereich "Qualität und Beruf" beim EDV-Angebot. "Digitalisierung ist in aller Munde und im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir, bei Themen wie dem Umgang mit Smartphones und Tablets sowie der digitalen Bildbearbeitung entsprechende Workshops anzubieten", sagt die VHS-Vize. Auch die Offerten aus dem weiten Feld "Gesundheit" werden "gleichbleibend gut" angenommen.

Dass es die leicht steigende Teilnehmerzahlentendenz gibt, führt Born-Möbius auch auf die "verstärkte Werbung und die bessere Kundenberatung" zurück. "Bei Wassergymnastik können wir uns vor Nachfragen kaum retten", allerdings fürchtet sie, hier zukünftig Einbußen zu haben: Wird das Neukirchener Hallenbad geschlossen, fehlt ein alternativer Ort, um das Angebot fortführen zu können.

Ähnliche Einbußen gibt es im Sektor "Essen und Genuss". "Wir haben keine eigenen Küchen", weil beispielsweise die Katholische Hauptschule, deren Unterrichtsküchen bisher von den VHS-Teilnehmern genutzt wurden, saniert wird, "musste das Angebot seit zwei Semestern um die Hälfte reduziert werden". In Zahlen ausgedrückt seien das "richtige Einbrüche".

(von)