1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Trinkwasserpreise sind in der Stadt stabil

Grevenbroich : Trinkwasserpreise sind in der Stadt stabil

Im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden in der Region sind die Trinkwasserpreise in Grevenbroich verhältnismäßig günstig. Das geht aus einer Muster-Rechnung hervor, die für einen dreiköpfigen Haushalt mit einem Wasserverbrauch von jährlich 120 Kubikmetern erhoben wird. Allerdings zahlen nicht alle Grevenbroicher den gleichen Preis: Da die Frimmersdorfer aufgrund des alten Wasser-Rechts von 1924 von der Grundgebühr befreit sind, zahlen sie 268,36 Euro im Jahr für den Muster-Haushalt an das Gas und Wasserwerk Grevenbroich (GWG). Alle anderen in der Stadt vom GWG mit Trinkwasser belieferten Haushalte zahlen 291,47 Euro. GWG-Sprecherin Ursula Wolf-Reisdorf betont: "Damit liegen die Preise im regionalen Vergleich im unteren Drittel." Sie seien seit 2011 stabil.

Allerdings beliefert das GWG nicht alle Bürger in Grevenbroich. Auch die Kreiswerke sind im Stadtgebiet bei der Trinkwasserversorgung aktiv. Sie beliefern Mühlrath, Münchrath, Hülchrath, Neukirchen und Gubisrath mit Trinkwasser. Dort zahlen die Bürger für dieses Jahr 288,90 Euro für einen Dreipersonenhaushalt mit 120 Kubikmeter Trinkwasserverbrauch. Diese Summe zahlten sie auch im vergangenen Jahr.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hatte die Trinkpreise in landesweit 50 Kommunen verglichen und enorme Preisschwankungen festgestellt. Am meisten zahlt ein Drei-Personen-Haushalt in Essen (453,39 Euro), am wenigsten in Lippstadt (218,28 Euro). Günstigster Anbieter in der Region Rheinland sind die Stadtwerke in Ratingen. Dort zahlen Bürger für den Muster-Haushalt 247,81 Euro. Für die Region Rheinland wurden Preisdifferenzen von bis zu 42 Prozent festgestellt.

In Grevenbroich zahlen die Frimmersdorfer am wenigsten. Dabei profitieren sie von dem am 7. Juni 1924 unterzeichneten Vertrag, den die damals eigenständige Gemeinde mit der Niederrheinischen Braunkohlewerke AG schloss. Die darin vereinbarte Regelung ist nach Ansicht des Amtsgerichts Grevenbroich nach wie vor gültig. Das entschied es im Februar dieses Jahres.

(NGZ)