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Grevenbroich: Trasse für RWE-Pipeline soll bald festgelegt werden

Grevenbroich : Trasse für RWE-Pipeline soll bald festgelegt werden

Die Öffentlichkeitsbeteiligung für die RWE-Pipeline, die ab dem Jahr 2030 Rheinwasser von Dormagen nach Frimmersdorf transportieren soll, ist abgeschlossen. In diesem Verfahren wurden rund 200 Bedenken und Anregungen zum geplanten Trassenverlauf geäußert, die nun der Bezirksregierung Köln vorliegen.

"Anmerkungen kamen zum Beispiel von Versorgern wie den Kreiswerken, Thyssengas oder Unitymedia, die auf ihre eigenen Leitungen im Verlauf der Trasse hingewiesen haben", schildert Guido Steffen, Sprecher von RWE. Zudem hätten sich Landwirte gemeldet, deren Äcker oder Höfe von der unterirdischen Pipeline betroffen sind.

Auch die Stadt Grevenbroich hat sich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung geäußert. Unter anderem wurde im Rathaus darauf hingewiesen, dass die geplante Leitung einen Rasen- und Tennenplatz in Frimmersdorf tangiere und der Spielbetrieb während der Bauphase nicht mehr sichergestellt werden könne. Eine Perspektivplanung für den Sport sei daher unerlässlich, heißt es in der Stellungnahme. Die Bezirksregierung Köln wird die Bedenken und Anregungen prüfen, danach kommt es zu einem Erörterungstermin. Am Ende des Verfahrens wird die Trasse feststehen. Dann kann RWE Power mit den Grundeigentümern die Modalitäten für den Bau abstimmen. "Eine der wichtigsten Aufgaben wird es sein, mit Verbänden und Funktionsträgern der Landwirtschaft eine faire Entschädigung herbeizuführen", sagt Guido Steffen.

Mit dem Bau der Leitung soll im Jahr 2025 begonnen werden. Das Rheinwasser wird nach Plänen von RWE Power künftig den Feuchtgebieten im Naturpark Schwalm-Nette und später dem Garzweiler Restsee zugute kommen. Das Wasser wird auf Höhe des Chemparks in Dormagen entnommen und von einem Pumpwerk auf die 25 Kilometer lange Reise nach Grevenbroich geschickt. Durch die beiden 1,40 Meter dicken Rohrstränge werden dann 130 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr fließen.

"Das sind vier Kubikmeter pro Sekunde - das hört sich viel an", sagt Guido Steffen. "Aber das wird den Rheinwasserstand selbst bei maximaler Entnahme nicht mal um einen Zentimeter absenken."

(wilp)