Thema „Grenzen“ in der Tanzshow der Jugendkunstschule Grevenbroich

Jugendkunstschule Grevenbroich : Im Tanz Grenzen dargestellt und überwunden

Rund 130 Tänzerinnen sind bei der Tanzshow mit 24 Stücken der Jugendkunstschule in der Alten Feuerwache dabei.

Um das Thema „Grenzen“ geht es in einer Tanzshow der Jugendkunstschule. „Aufgrund der gesellschaftlichen und politischen Lage werden wir alle jeden Tag mit Grenzen unterschiedlicher Art konfrontiert“, sagt Tanz-Dozentin Sarah Käsbach. Deshalb hatte sie mit dem Dozententeam des Fachbereichs Darstellende Kunst der Jugendkunstschule Grevenbroich beschlossen, zu diesem Thema zu arbeiten. „Wir wollten Grenzen positiv darstellen, im Wort und im Ausdruck. Deswegen heißt unsere Tanz-Show ,Grenzenlos‘.“

Am Donnerstag Abend feierten die rund 130 Tänzerinnen vor ausverkauftem Haus, also 160 Zuschauern, Premiere. Eindrucksvoll war schon das Intro: Der Saal in der Alte Feuerwache ist dunkel, Schwarzlicht lenkt den Blick auf transparente weiße Vorhänge. Eine lockere Grenze, die alle Mitwirkenden tänzerisch spielend überwinden.

Kurz darauf fällt dann die nächste Grenze: die zwischen Publikum und Bühne. Den kreativen Jazztanz hatte Sarah Käsbach choreografiert – wie bei allen Stücken hatten auch hier die Tänzerinnen Raum, um sich einzubringen. Einige sind seit vielen Jahren dabei. Auch bei der Entwicklung der Kostüme bringen sie sich ein. „Auch die Musik haben wir passend zum Thema ausgewählt, so dass Bewegung und Inhalt eine Einheit bilden. Dabei bewegen wir uns innerhalb verschiedener Genres, haben Rock, Pop, Klassik, Instrumental oder Filmmusik ausgewählt“, erklärte Dozentin Melanie Marleaux. Ebenso wie Sarah Käsbach ist sie ein ,Eigengewächs’ der Jugendkunstschule. In 24 Stücken zeigen die Tänzerinnen und ihre Dozentinnen die positiven Aspekte von Grenzen auf. Diese geben Sicherheit und ermöglichen, dass jeder weiß, wie er sich innerhalb dieser Grenzen bewegen und verhalten muss. „Ein Individualist, und das kann jeder sein, traut sich, diese Grenzen zu überwinden und diese zu durchbrechen“, heißt es im Programmheft.

Auch mit Hilfe der Kostüme werden Grenzen oder auch das Verschwimmen derselben dargestellt: Tänzerinnen in schwarzen Kleidern und in geblümten weißen Kleidern stehen auf der Bühne. Im Verlauf des Liedes vermischen sie sich, tanzen durcheinander, werden schließlich eins.

Karten für die Aufführungen der Jugendkunstschule am Samstag, 22. Juni, 19 Uhr, und am Sonntag, 23. Juni, 15 Uhr, in der Alten Feuerwache gibt es mit etwas Glück noch an der Abendkasse.

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