Vorfall im Tagebau Garzweiler Aktivisten blockieren Kohle-Förderband

Frimmersdorf · Am Mittwochmorgen sind Kohlegegner erneut auf das Gelände des Tagebaus gedrungen. Ein Aktivist seilte sich von einer Brücke ab. Die Polizei nahm sie in Gewahrsam. Mit ähnlichen Fällen beschäftigen sich im Mai die Amtsgerichte.

 Diese Drohnenaufnahme zeigt die Förderbänder im Tagebau Garzweiler, die bei der Stör-Aktion am Mittwoch blockiert wurden.

Diese Drohnenaufnahme zeigt die Förderbänder im Tagebau Garzweiler, die bei der Stör-Aktion am Mittwoch blockiert wurden.

Foto: "Zucker im Tank"

Eigentlich hatten viele gehofft, dass mit der kürzlich durch die Landesregierung vorgestellten Leitentscheidung Ruhe einkehrt in den gesellschaftspolitischen Konflikt um die Braunkohleförderung. Doch einige Kohlegegner sind nicht müde geworden, den Betrieb im Tagebau Garzweiler zu stören: Am Mittwoch gegen 6 Uhr sind erneut fünf Aktivisten bei Frimmersdorf auf das Werksgelände gedrungen. Vier der Aktivisten stiegen auf zwei Braunkohle-Förderbänder, ein weiterer seilte sich von einer Wirtschaftswegebrücke ab und blockierte ebenfalls ein Förderband. Anlass war offenbar die RWE-Hauptversammlung, bei der der Energiekonzern am Mittwoch seine Aktionäre über die aktuelle Geschäftssituation informierte.