Tagebau-Autobahn bei Grevenbroich A44 ist jetzt Testfeld für autonomes Fahren

Grevenbroich · Die Tagebau-Autobahn ist nun ein „Korridor für neue Mobilität“: Auf der Strecke werden Daten zum Fahrverhalten erfasst und in Echtzeit ausgewertet. Vom Forschungsprojekt der RWTH Aachen sollen auch Automobilhersteller profitieren. Wie das funktioniert.

 Manche Fahrer dürften sich über die Sensor-Säulen am Rand der A 44 wundern. Hier wird allerdings niemand „geblitzt“.

Manche Fahrer dürften sich über die Sensor-Säulen am Rand der A 44 wundern. Hier wird allerdings niemand „geblitzt“.

Foto: Autobahn GmbH

Die windanfällige Trasse der Autobahn 44 dient jetzt nahe des Bandanlagen-Knotenpunkts im Süden des Tagebaus Garzweiler als Testfeld, aus dem Erkenntnisse für die Mobilität der Zukunft gewonnen werden sollen – konkret für das autonome Fahren. Dafür sind nun elf große Hightech-Masten auf einer Länge von einem Kilometer am Fahrbahnrand montiert und in Betrieb genommen worden. Mit Hilfe von Kamerasensoren und Laserscannern soll ein „digitaler Zwilling“ des Verkehrs auf der viel befahrenen Verbindung zwischen dem Dreieck Jackerath und dem Kreuz Holz erstellt werden. Wann Autos bremsen, wie lange sie zum Beschleunigen brauchen, wie Fahrer bei schlechtem Wetter reagieren – all das fließt in die Auswertung ein.