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Grevenbroich: Süße Häppchen für den Muttertag

Grevenbroich : Süße Häppchen für den Muttertag

Schoko-Referent Arnold Bergmann zeigte den Wirbelwind-Kindern, wie leicht sich Pralinen selbst machen lassen.

Wer sich ansonsten gerne kerngesund ernährt, darf sich zur Abwechslung als Naschkatze zeigen. Zumal, wenn alle Probierhappen eigentlich nur genommen werden, um abzuschmecken und zu überprüfen, ob die Ergebnisse auch stimmen: Das Familienzentrum "Wirbelwind" verwandelte sich jetzt in eine Pralinenmanufaktur. "Zum ersten mal", wie Einrichtungsleiter Uwe Georg stolz sagte. "Die Idee ist, vor Muttertag kreativ zu werden." Acht i-Dötzchen fanden sich deshalb in der Schoko-Küche ein. Und damit die Papas auch etwas davon haben, brachten sie die gleich mit.

"Bevor es losgeht, gibt es immer ein paar Regeln zur Handhabung", verdeutlichte "Schokoladenreferent" Arnold Bergmann vom Edith-Stein-Forum die Arbeit am süßen Element an. "Gründilch gereinigte Hände sind ein Muss", auf Sauberkeit und Hygiene ist nicht nur zu Beginn, sondern "bei jedem Handgriff zu achten", sagte er.

Denn sonst landet die zuckrige Versuchung nicht im Mund der Mama, sondern im Schlund des Abfalleimers. Gearbeitet wurden keine mehrschichtigen Marc-de-Champagne-Kunstwerke oder rosettenförmige Whisky-Sahne-Trüffel-Pralinés, sondern Einsteigerpralinchen aus dunkler und heller Schokolade als selbst angefertigter Ganache im Pralinenhohlkörper. "Ich hab mal nur die Runden mitgebracht", erklärte Schoko-Meister Bergmann. Mit Feuereifer stürzten sich Klein-Emilie, assistiert von Björn Nothers, und die anderen Nachwuchs-Confisseure auf die Utensilien. "Es geht nicht um ein richtig- oder falschmachen. Das Ganze ist auch ein Experiment", erklärte Bergmann die pädagogischen Hintergründe zur Probierfreudigkeit verschiedener Zutaten. Cranberries, Rosinen, Walnüsse oder bunte Streusel gehörten mit in die handwerkliche Werkstatt, fröhlich grinsend wurde davon aber fleißig genascht. "Mühsam, aber kontinuierlich", wie die Teilnehmer feststellten, wurden in Spritzen das flüssige und warme Innenleben des späteren Naschwerks eingegeben, und wie alle übereinstimmend feststellten, braucht es dafür "Geduld und Zeit". Nach zwei Stunden fröhlicher Arbeit an dem, was mal zartschmelzende Kalorienbombe werden will, brachten die Kinder die Pralinen in die Kühlschränke. Vorher hatte jedes Kind seinen Teller mit seinem Namen versehen. Knapp eine Stunde lagen die süßen Sünden dort, die Zwischenzeit wurde zur Produktion von Marzipan-Konfekt genutzt.

Am Ende gab es strahlende Gesichter mit leichten Schokoladenspuren. "Solche Aktivitäten machen nicht bloß Spaß, sondern sind auch gut für die Kinder, die nicht so häufig Gelegenheit haben, etwas mit ihren Väter zu unternehmen", weiß Bergmann. Die Mamas wird es mehrfach freuen: Für sie gibt es am Ehrentag selbst Gemachtes. Und für ein paar Stunden hatten sie Kids und Papas auch mal aus dem Haus. Nachfolgethemen bietet Arnold Bergmann in Form von Pizzabacken ohne Ofen oder Detektivausbildungen an.

(von)