Grevenbroich: Südstädter stricken eine "Brücke der Generationen"

Grevenbroich : Südstädter stricken eine "Brücke der Generationen"

Stricken kann Generationen und Kulturen verbinden. Das will die Grevenbroicher Studentin Hannah Seidelmeyer am Samstag unter Beweis stellen. Im Rahmen einer Forschungsarbeit startet die 27-Jährige die Aktion "Strick eine Brücke".

Beim Pfarrfest in der Südstadt sollen junge und erwachsene Besucher zu Nadel und Wolle greifen, um ein gemeinsames Kunstwerk zu schaffen.

"Früher wurde das Wissen über Handarbeitstechniken von Generation zu Generation weitergeben. Heute ist das leider nicht mehr der Fall", bedauert Seidelmeyer. Die 27-Jährige will hier ein wenig gegensteuern und hofft darauf, dass am Samstag möglichst viele ältere Besucher des Pfarrfestes den jüngeren den einen oder anderen Handgriff zeigen werden. Und: "Nicht nur von den unterschiedlichen Generationen kann gelernt werden, sondern auch von anderen Kulturkreisen", sagt Hannah Seidelmeyer: "Jede Kultur hat ihre eigenen Handarbeitstechniken, die an diesem Tag weitergegeben werden können."

Auf der Pfarrwiese von St. Josef können sich Interessierte ab 15 Uhr einfinden, um an diesem Projekt teilzunehmen. "Wolle, Strick- oder Häkelnadeln können gerne mitgebracht werden. Das Material wird aber auch vor Ort kostenlos gestellt", erklärt die Organisatorin. Jeder Teilnehmer soll ein Rechteck stricken, dessen Größe er selbst bestimmen kann. Alle Arbeiten will Hannah Seidelmeyer am Ende zusammenfügen — zu einer symbolischen Brücke, die Generationen und Kulturen verbindet. Das Kunstwerk soll dann zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich präsentiert werden. "Vielleicht in der Pfarrkirche, das wäre ein guter Ort", meint die Grevenbroicherin.

Das Projekt entsteht im Rahmen einer Forschungsarbeit zum Thema "Moderne Maschenkunst". Hannah Seidelmeyer studiert den Masterstudiengang "Textile Produkte, Design" an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach.

(wilp)
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