Grevenbroich: Studenten testen ihren neuen Elektro-Renner in Grevenbroich

Grevenbroich: Studenten testen ihren neuen Elektro-Renner in Grevenbroich

Außergewöhnliche Aktion auf dem Gelände des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Grevenbroich: Studierende der Hochschule Düsseldorf testeten dort jetzt ein elektrobetriebenes Rennauto unter realen Bedingungen. Das Ziel: Sie wollen den Elektro-Flitzer fit machen für die "Formula Student", einem internationalen Konstruktionswettbewerb, der sie dieses Jahr auf eine Rennstrecke in den Niederlanden führt.

"In Grevenbroich haben wir getestet, wie lange der Akku unseres Autos bei Rennbedingungen hält", sagt Christian Braun. Der 25-Jährige ist Leiter des Projekts, das den Namen "e-Traxx" trägt. Er studiert selbst Elektrotechnik; zum Team zählen aber auch Maschinenbauer und Wirtschaftsingenieure sowie Studenten anderer Fachrichtungen.

Konkret gingen bei dem Langstreckentest jetzt vier Fahrer an den Start und brachten den 392 Kilogramm leichten Rennwagen an seine Grenzen: 19 Runden, die auf jeweils rund 1100 Meter abgesteckt worden waren, legten sie mit dem selbst konstruierten und stetig weiterentwickelten Fahrzeug zurück. "Wir gehen davon aus, dass wir mit einer Akkuladung etwa 30 Kilometer weit kommen", erzählt Christian Braun, der bei dem Test zu denen zählte, die am Steuer saßen. Das Auto ähnelt dem eines Formula-3-Rennwagens, bringt eine Leistung von 112 PS und kann in der Spitze auf etwa 120 km/h beschleunigen. "Während der Fahrt hört man nur ein leises Fiepen. Es macht einfach unglaublich viel Spaß damit zu fahren", berichtet der Düsseldorfer.

Bei dem Test auf dem ADAC-Gelände handelte es sich bereits um den zweiten in Grevenbroich: Im Herbst hatten die rund 30 aktiv an dem Projekt beteiligten Studenten den Wagen dort getestet. Zwischenzeitlich wurde er weiter optimiert. Eine kleine Panne: Bei dem jetzt gelaufenen Langstreckentest vereisten die Schläuche, durch die Wasser zur Kühlung der beiden Motoren des Rennwagens fließen soll. "Das lag an den kühlen Temperaturen", erzählt Braun. Das Problem habe aber mit Frostschutzmittel rasch gelöst werden können. In Zukunft planen die Studenten weitere Tests und ein neues Auto, dessen Akku eine noch höhere Energiedichte erzielen soll.

(cka)