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Grevenbroich: Strohballen und Feld in Brand gesteckt

Grevenbroich : Strohballen und Feld in Brand gesteckt

Angst vor dem Feuerteufel: In Hemmerden brannten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein 3500 Quadratmeter großes Stück Feld und 80 Strohballen. Die Polizei ermittelt in Richtung Brandstiftung.

"Ich hoffe, dass der Feuerteufel bald gefasst wird." Am Mittwoch, nach dem nächtlichen Brand an zwei Stellen in Hemmerden-Busch, ist die Landwirtin vom Paulushof nur erleichtert, dass "niemand verletzt wurde und alles gutgegangen ist — gut, dass die Bauern sich untereinander geholfen haben." Ihr Mann Martin war durch den Rauch gegen 23.10 Uhr aus dem Schlaf geschreckt, hatte sofort die Feuerwehr alarmiert. Dass jetzt 80 Strohballen in Flammen aufgegangen sind, bedeutet für die Familie einen herben finanziellen Verlust: "Und das in einem schwierigen Jahr, in dem das Stroh knapp und teuer ist", sagt Francken.

Nur 600 Meter entfernt standen gepresste Strohballen in Flammen. Foto: Staniek, Dieter

Gegen 23.10 Uhr waren 19 Kräfte des Löschzugs Hemmerden und der Hauptamtlichen Wache zur Weilerbuschstraße ausgerückt: Dort war auf einem bereits abgeernteten Weizenfeld ein Feuer ausgebrochen. Nur 600 Meter entfernt, auf einer Fläche der Familie Francken, standen gepresste Strohballen in Flammen. "Hätten die Ballen direkt unter einer Hochspannungsleitung gebrannt, dann wäre esgefährlichgeworden: Die Drähte hätten schmelzen und reißen können", beschreibt Einsatzleiter Stephan Durst das Risiko. Nach einer Gefahrenanalyse habe man aber entschieden, die Ballen abbrennen zu lassen. Für einige der Feuerwehrleute war es eine lange Nacht: Sie hielten bis 5 Uhr Brandwache.

War es erneut der Brandstifter, der bisher in Barrenstein und Allrath aktiv war? "Die Polizei ermittelt", sagt Stephan Durst. — "Wir untersuchen diesen Fall in Richtung Brandstiftung", betont Polizeisprecher Hartmut Batz. Was für einen Brandstifter spricht: Beide Brandherde waren so weit voneinander entfernt, dass die Flammen nicht direkt hätten übergreifen können. "Auch Funkenflug war wegen des vorherrschenden Windes unmöglich", sagt ein Zeuge.

Petra Francken wünscht sich — wie viele andere Landwirte — nur eines: Bald wieder ohne Angst vor einem Feuer schlafen zu können.

(NGZ)