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Grevenbroich: Stellwerk soll allen Bürger offen stehen

Grevenbroich : Stellwerk soll allen Bürger offen stehen

Beim Treffen der Stellwerk Initiative wurden Ideen gesammelt, wie das Alte Stellwerk an der Rheydter Straße in Zukunft als Kulturzentrum genutzt werden kann. Inhaber Dr. Morteza Heinz-Fazelian möchte das Gebäude zur Verfügung stellen.

Die "Stellwerk Initiative" hat bei ihrem Treffen am Mittwochabend die Weichen gestellt, das ehemalige Stellwerk-Gebäude an der Rheydter Straße in Zukunft als Kulturzentrum zu nutzen. Gleich zu Beginn wurde dabei geklärt: "Open for all" soll das Angebot im Gebäude an der Rheydter Straße sein, ein offener Treffpunkt für die Bürger. Dr. Morteza Heinz-Fazelian, Inhaber des alten Bauwerks, möchte das 1896 errichtete und bis 2005 von der Bahn genutzte Gebäude als Knotenpunkt für integrative Arbeit sehen. "Mir schwebt eine kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Förderung vor. Das Stellwerk soll dabei zum Treffpunkt werden."

Die Idee kam bei der gut besuchten Versammlung an. Unter den Besuchern waren auch einige Ratspolitiker. CDU-Fraktionschef Norbert Gand betonte: "Das Gebäude ist ideal gelegen. Von daher bietet es sich für Integrationsarbeit geradezu an — und zwar für vielschichtige Integration." Das Alte Stellwerk könne zu einem Treffpunkt werden, an dem wichtige Dialoge stattfinden. Gand meinte dies nicht nur mit Blick auf den Austausch und das Miteinander verschiedener Bevölkerungsgruppen und Nationalitäten, sondern auch mit Blick auf Herausforderungen der nahen Zukunft wie den demografischen Wandel. SPD-Ratsfrau Martina Suermann betonte diesen Ansatz ebenfalls: "Das Stellwerk bietet sich als wichtiger Stadtteiltreffpunkt geradezu an. In der Tat lässt es sich gut für Integrationsarbeit nutzen."

Auch Vertreter zahlreicher Vereine und Zusammenschlüsse waren der Einladung der Stellwerk Initiative gefolgt, um über die Zukunft des Gebäudes zu sprechen. Ursula Schachschneider von der Künstlergruppe Villa Erckens machte klar, das Angebot gerne nutzen zu wollen. "Für künstlerische Arbeit wären die Räumlichkeiten ideal", erklärte Schachschneider. Der Architekt Dietmar J. Tebroke wies darauf hin, dass erst umfangreiche bauliche Maßnahmen vorgenommen werden müssten. "Zum Beispiel beim Brandschutz und den Fluchtwegen gibt es einiges zu beachten."

Dr. Morteza Heinz-Fazelian von der "Stellwerk Initiative" betonte, dass mögliche Umbauten in den bisherigen Überlegungen eine wichtige Rolle gespielt haben. "Außerdem gibt es eine ganze Reihe Genehmigungen, die wir dafür noch einholen müssen", sagte er. Die Überlegungen sollten nun konkretisiert und dann entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Er sei bereit, sich bei möglichen Umbauten einzubringen. Der Vorstand der Stellwerk Initiative will nun ein Konzept erarbeiten und dann ausloten, wie viel die erforderlichen baulichen Veränderungen kosten würden. Stellwerker Thomas Wiedenhöfer verwies darauf, dass im oberen Teil zum Beispiel neue Fenster, eine Dämmung und eine neue Heizung eingebaut werden müssten.

(NGZ)