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Grevenbroich: "Stellwerk-Initiative" nimmt Politik in die Pflicht

Grevenbroich : "Stellwerk-Initiative" nimmt Politik in die Pflicht

Die "Stellwerk-Initiative" hat ihre Kritik an Bürgermeisterin Ursula Kwasny, Rat und Verwaltung untermauert. Mit Blick auf das geplante medizinische Versorgungszentrum, in dem ein Schwerpunkt auf die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen gelegt werden soll, fordert der Zusammenschluss von Händlern und Anwohnern zudem eine Überplanung des ehemaligen Finanzamtes an der Bahnstraße. Das geht aus einer gestern veröffentlichten Mitteilung der Initiative hervor.

Darin werden Politik und Verwaltung in die Pflicht genommen. "Es entspricht nicht der Wahrheit, dass der Stadt Grevenbroich in Zusammenhang mit dem konkreten Projekt die Hände gebunden wären", heißt es in dem Schreiben. Und: "Kommunalpolitiker, die sich vor einen Karren spannen lassen, dessen Gewicht und Fahrtrichtung sie weder kennen noch beherrschen können, wären besser beraten, wenn sie sich die Belange der Bewohner dieser Stadt zu Herzen nehmen."

Zuletzt hatte sich AGB-Fraktionsvorsitzender Rolf Göckmann für das Medizin-Zentrum ausgesprochen und erklärt, einige Gegner des Projekts würden eine "Hetzjagd" betreiben. Fred Leven, Mitglied der "Stellwerk-Initiative", widerspricht dem. "Populismus bringt uns ebenso wenig weiter wie Schuldzuweisungen. Es muss ein Dialog geführt werden, der bislang ausgeblieben ist", sagt er. Man wolle sich sachlich mit dem Projekt auseinandersetzen.

Die Initiative mahnt eine "unterbliebene Bürgerinformation" seitens Bürgermeisterin, Rat, Verwaltung und den Projektverantwortlichen an. Zudem torpediere das geplante Medizin-Zentrum das "Integrierte Handlungskonzept" für die Innenstadt und die geplante Aufwertung des Bahnhofsquartiers.

(NGZ/rl)