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Grevenbroich: Stefan Stoppok kommt in die Villa Erckens

Grevenbroich : Stefan Stoppok kommt in die Villa Erckens

Auf der Schimpfwörter-Skala – und erst recht in Sachen Gefluche in Popsongs – sind diese drei eher als niedlich einzuordnen: "Dumpfbacke, Dünnbrettbohrer, Weichei". Gesungen hat sie Stefan Stoppok, und 1993 hatte der Liedermacher damit einen kleinen Hit. Seine kommende Tour führt den mittlerweile 56-Jährigen am Mittwoch, 14. November, nach Grevenbroich. Ab 20 Uhr tritt er dann in der Villa Erckens auf. Eintrittskarten kosten 20 Euro und sind an der Museumskasse erhältlich.

Als "Dumpfbacke" erschien, war Stoppok schon lange im Geschäft. 1980 war er Mitbegründer der "Stenderband", 1982 hob er die nach ihm benannte Band "Stoppok" aus der Taufe. Der Bekanntheitsgrad stieg von Album zu Album, mit der fünften Platte "Happy End im La-La-Land" ging es 1993 erstmals in die Charts. Das hatte auch mit "Dumpfbacke" zu tun. Der Song war zwar offenkundig radiotauglich, aber einer der langweiligsten auf dem Album. Die Balladen "Tage wie dieser" und "Wetterprophet" etwa zogen mehr in den Bann und zeigten Stoppoks Stärke: Alltagsbeobachtungen nuanciert zu vertonen.

Stefan Stoppok, geboren in Hamburg, aufgewachsen in Essen, wurde fortan umtriebiger. Schon 1996 erschien das Best-Of-Album "Haste mal ne Mark" mit 18 Titeln aus der Zeit von 1990 bis 1995. Eine kleine Werkschau eines Musikers, der ab Mitte der 90er Jahre auch immer mehr die Nähe zum Film suchte. Er schrieb den Soundtrack zu Sönke Wortmanns Hera-Lind-Verfilmung "Das Superweib" (1996) – und steuerte die Musik zur Kultkomödie "Was nicht passt, wird passend gemacht" (2002) bei.

(NGZ)