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Grevenbroich: Stadtverwaltung lehnt Elektronik-Markt am Hammerwerk ab

Grevenbroich : Stadtverwaltung lehnt Elektronik-Markt am Hammerwerk ab

Innenstadt-Händler besorgt über Nutzung der alten Poco-Immobile. Appell an die Bürgermeisterin: Einzelhandelskonzept einhalten.

Anlass zur Sorge bereitet dem Werbering die leer stehende Poco-Immobilie am Hammerwerk. "Sollte dort ein Elektronik-Fachmarkt angesiedelt werden, könnte Medimax in der Coens-Galerie geschlossen werden", befürchtete der scheidende Vorsitzende Fred Schlangen im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Er appellierte an Bürgermeisterin Ursula Kwasny, am Einzelhandelsstandort-Konzept (ESK) unbedingt festzuhalten und keine innenstadtrelevanten Sortimente außerhalb der Grevenbroicher Mitte anzusiedeln. "Das könnte zur weiteren Aufgabe bestehender Geschäfte führen", warnte Fred Schlangen.

Sein Negativ-Beispiel: Die Ansiedlung des Bekleidungs-Discounters KiK in Gustorf und am Hammerwerk habe dazu geführt, dass der Textilhandel Takko seinen Standort in der Fußgängerzone verlassen werde. Schlangen rief die Bürgermeisterin vor diesem Hintergrund dazu auf, die Instrumentarien des Einzelhandelskonzeptes konsequent anzuwenden, um nicht weitere Läden der Grevenbroicher Einkaufsmeile in Gefahr zu bringen.

Tatsächlich habe sich unter anderem ein Elektronik-Fachmarkt für eine Ansiedlung in der 4000 Quadratmeter großen am Hammerwerk interessiert, betonte Ursula Kwasny - doch: "Die Stadtverwaltung hat dazu klipp und klar nein gesagt." Die Bürgermeisterin machte deutlich, dass sie persönlich hinter dem Einzelhandelskonzept stehe, das klare Handlungsanweisungen für die Ansiedlung bestimmter Branchen gibt. "Das hat Grevenbroich weitergebracht", meinte sie.

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Dies bezog die Verwaltungschefin nicht nur auf die Kundenfrequenz in der Einkaufsmeile. Ohne die Richtlinien des ESK, so Kwasny, hätte das Land auch keine Fördergelder für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) gegeben. Ihre Botschaft an die Geschäftsleute: Sie will sich weiterhin für die Einhaltung des Konzeptes einsetzen.

Einen Einfluss auf den Branchen-Mix in der Fußgängerzone habe die städtische Wirtschaftsförderung allerdings nicht, machte Ursula Kwasny vor der Einzelhändler-Versammlung im Haus Hartmann deutlich. Damit reagierte sie auf öffentliche Kritik an einem weiteren Schuhgeschäft und einer zusätzlichen Bäckerei, die sich nach dem Auszug von zwei Modeläden in der Innenstadt ansiedeln werden. "Die Bestückung der Geschäftsimmobilien ist ausschließlich Sache der Hauseigentümer", betonte die Bürgermeisterin. Die Stadtverwaltung habe hierbei keine Handhabe.

(NGZ)