1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Stadtsportverband: Vereine müssen kräftig sparen

Grevenbroich : Stadtsportverband: Vereine müssen kräftig sparen

Hiobsbotschaft für die Grevenbroicher Sportvereine: In finanzieller Sicht stehen ihnen schwierige Zeiten bevor. Das beschäftigte über 30 Vereinsvertreter jetzt auch auf der Jahreshauptversammlung des Stadt-Sport-Verbandes (SSV). Weil die kommunale Selbstverwaltung der Stadt Grevenbroich auf dem Spiel steht, müssen auch im sportlichen Bereich Einsparmaßnahmen getroffen werden, über die bereits in den nächsten Sportausschüssen diskutiert werden soll.

"In der Vergangenheit haben wir bereits einige unserer 24 Sportanlagen in verschiedenen Stadtteilen zurückgebaut oder geschlossen und dafür andere Anlagen optimiert", sagte Michael Heesch, Sportdezernent der Stadt. Doch damit nicht genug: "Eine Überschuldung der Stadt lässt sich kaum noch verhindern – und deshalb wird jetzt auch für den Sport das Geld knapp", schilderte Heesch in der Versammlung.

Um die Selbstverwaltung der Stadt und damit auch den Fortbestand der sportlichen Infrastruktur sicherzustellen, zöge die Verwaltung jetzt andere Mittel in Betracht: "Uns ist es wichtig, die 6400 Jugendlichen in den Vereinen der Stadt weiterhin unabhängig von den Finanzen zu fördern. Doch wegen der bedrohlichen Lage kommen wir nicht um Sparmaßnahmen herum", sagte Heesch. Eine der realistischen Maßnahmen: Die Einführung des "Betriebs gewerblicher Art für Sportstätten" – ein Modell, das mit Hilfe eines legalen Steuervorteils viel Geld in die Stadtkasse spülen könnte. Allerdings würden dabei für die Vereine Nutzungsgebühren für Sportplätze und -geräte anfallen.

Viele Sportler zeigten sich deshalb besorgt. Denn wenn keine Lösung gefunden wird, drohen weitere Kürzungen und vor allem neue Schließungen von Sportstätten.

Das wird auch Heinz-Peter Korte als Präsident des SSV in den kommenden Monaten als eines der wichtigsten Themen beschäftigen. Er wurde von den Sportlern auf der SSV-Versammlung, genauso wie sein Stellvertreter Heinz Engels, einstimmig wiedergewählt – und hat viel Arbeit vor sich.

(cka)