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Grevenbroich: Stadtpark wird zur Insel für Wasservögel

Grevenbroich : Stadtpark wird zur Insel für Wasservögel

Der jetzt wirklich begonnene Frühling lockt die Grevenbroicher in die Naherholungsgebiete. NGZ-Fotograf Lothar Berns hat sich mit seiner Kamera im Stadtpark umgesehen - und die Wasservögel an der Erft in Szene gesetzt.

Die erste richtig warme Frühlingssonne lockte am Wochenende viele Grevenbroicher in den Stadtpark, in dem unzählige Narzissen in einem prächtigen Gelb blühen. Beliebtes Ziel für Spaziergänger war das Ufer der Erft, von dem aus die heimischen Wasservögel beobachtet werden können.

Nicht jedes Federvieh lässt den Menschen derzeit aber nahe herankommen. Vor allem die Schwäne drohen mit einem lauten Fauchen - und sie reißen mächtig ihre Schnäbel auf. "Kein Wunder", sagt der Grevenbroicher Umweltschutzbeauftragte Norbert Wolf: "Momentan ist Brutzeit. In der Nähe der Nester werden dann vor allem die männlichen Schwäne aggressiv." Auch wenn die Tiere mächtig Rabatz machen, muss niemand Angst vor ihnen haben - vorausgesetzt, es werden einfache Regeln beachtet. "Man sollte sich keinen Fall einem Nest nähern. Sonst könnte es zu Attacken kommen." Wird ein Schwan aggressiv, sollte er in Ruhe gelassen werden. "Die Vögel gehen nicht gleich auf einen los. Sie klatschen mit den Flügeln auf die Wasseroberfläche, stellen sich auf und fauchen - dann sollte man sich entfernen", sagt Wolf.

Die weißen Schwäne aus dem Stadtpark haben sich in den vergangenen Jahren an den Menschen gewöhnt. Sie haben keine Scheu, ihre Nistplätze nahe an bebautes und belebtes Gebiet zu setzen. "Diese Tiere sind sich ihrer Stärke bewusst", sagt der Umweltschutzbeauftragte. Rund 40 Tage brüten die Schwäne ihre Eier aus, bevor dann Ende Mai die ersten Jungen auf der Erft schwimmen. Neben den Schwänen haben auch die Kanada- und Graugänse ihre Nester im Stadtpark gebaut. Sie suchen sich aber eher versteckte Nistplätze und sind nur schwer auszumachen.

In großen Scharen sind Teichhühner und Enten an den Ufern zu finden, die nach jedem Happen schnappen, dem man ihnen zuwirft. Das Füttern sollten Spaziergänger aber möglichst unterlassen. "Brot macht die Tiere krank. Gerade das Salz kann für die Vögel gefährlich werden", sagt Norbert Wolf. Außerdem ziehen Brotreste Ratten an - und die will wohl niemand in seiner Nähe haben.

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