Stadtbetriebe Grevenbroich prüfen Bauhof-Erweiterung

Baubetriebshof in Grevenbroich-Noithausen : Stadtbetriebe prüfen Bauhof-Erweiterung

Bei den Stadtbetrieben wird überlegt, den Baubetriebshof in Noithausen auszubauen und den zweiten Bauhof in Neurath aufzugeben. Zudem ist ein Konzept für die Nutzung des alten Bauhof-Areals am Flutgraben in Arbeit.

Vor vier Jahren war der Baubetriebshof vom Flutgraben in den Neubau in Noithausen umgezogen – nun gibt es bei den Stadtbetrieben Grevenbroich Überlegungen für einen Ausbau des Standorts. Der Grund: Nach wie vor betreiben die Stadtbetriebe am Neurather See einen zweiten Bauhof „Martinswerk“ – das bedeutet doppelte Lagerhaltung und Werkstätten an zwei Orten. „Die Überlegungen sind noch ganz in den Anfängen“, erklärt Stadtsprecher Stephan Renner. „Die Stadtbetriebe sind auch aus wirtschaftlichen Gründen gegründet worden. Dazu gehört auch, dass man weiterhin Möglichkeiten zur Optimierung und Senkung der Kosten prüft“, sagt der Rathaussprecher. Entscheidungen stehen noch aus. Ob die Stadtbetriebe an einem Standort zentralisiert werden sollen, „ist den Beratungen des Verwaltungsrats der Stadtbetriebe vorzubehalten“, erklärt Renner.

2015 hatte die Stadtentwicklungsgesellschaft als Bauherrin den neuen Baubetriebshof errichtet. Die alten Gebäude am Flutgraben wiesen erhebliche Mängel auf, zudem fehlte dort ein Salzlager. Am neuen Standort in Noithausen ist bereits eine Fläche für eine Erweiterung vorhanden. Überlegt wird zudem, auch das Areal der Obdachlosenunterkunft nebenan einzubeziehen  – darauf hatte beim Stadtteilgespräch in Neuenhausen Bürgermeister Klaus Krützen hingewiesen. Das alte Wohnheim ist in die Jahre gekommen. Die Stadt prüft den Neubau an anderer Stelle. Noch nicht geklärt ist auch die Frage, wie die seit vier Jahren brach liegende Fläche am Flutgraben – Eigentümerin ist die Gesellschaft für Wirtschaftsdienste Grevenbroich (GWD) – genutzt werden sollte. Im Rathaus wird nach Anträgen aus der Politik zurzeit an einem Konzept gearbeitet.

In der Vergangenheit hatte es etliche Ideen gegeben – von einer Verlagerung des Kirmesplatzes bis zum Parkhaus. Im Februar kamen zwei Vorschläge auf den Tisch, um die Raumsituation in der Grundschule St. Martin und der Kita Hartmannweg zu verbessern. Die CDU-Fraktion schlug vor, die Kindertagesstätte in einen Neubau auf dem alten Bauhof-Gelände zu verlegen. Die Fläche der heutigen Kita solle für eine Erweiterung der Schule, deren Gebäude saniert werden solle, genutzt werden. Die SPD macht sich für einen Umzug der Grundschule in einen Neubau auf dem Areal am Flutgraben stark, die Kita soll ins Schulgebäude an der Graf-Kessel-Straße ziehen, wo bereits eine Großtagespflege besteht.

Der Rat beschloss, beide Anträge zusammen zu bearbeiten. Im Frühjahr hatte die Stadt erklärt, dass erste Ergebnisse voraussichtlich nach der politischen Sommerpause im Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt werden. Auf der Tagesordnung der Sitzung am Donnerstag, 12. September, steht das Thema aber nicht.

Im Rathaus läuft noch die Prüfung, mehrere Fachbereiche sind beteiligt. „Die Arbeit ist aufwendig“, sagt Renner. Geprüft werden müsse etwa der Zustand des Schulgebäudes. Zudem ist eine Nutzung des Bauhofs nicht einfach – zum einen wegen der Altlast, dort befand sich früher eine Hausmülldeponie, zum anderen wegen der Nähe zur Bahn und der Frage des Lärmschutzes.

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