Grevenbroich: Stadt will höhere Miete für Räume in Villa Erckens

Grevenbroich : Stadt will höhere Miete für Räume in Villa Erckens

Die Stadt will die Gebühren für die Vermietung von Räumen für private Zwecke im Museum der Niederrheinischen Seele anheben. Damit wird sich der Kulturausschuss am Dienstag kommender Woche befassen.

Werden Salon und Nebenräume in der Villa Erckens für Eheschließungen angemietet, sollen dafür ab 2018 für maximal vier Stunden 250 statt bislang 195 Euro fällig werden - hinzu kommen Kosten für die Aufsicht außerhalb der Öffnungszeiten, etwa den Schließdienst. Für andere Vermietungen außerhalb der Museumsöffnungszeiten und abends soll die Gebühr von 350 auf 500 Euro steigen - ebenfalls plus Aufsichtskosten. Unverändert bleiben laut dem Verwaltungsvorschlag die Vermietungen während der Öffnungszeiten - 50 Euro je Stunde.

"Wir möchten die Gebühren an die Wertigkeiten der Räume im Museum anpassen", begründet Stefan Pelzer-Florack, Leiter des Kulturfachbereichs der Stadt, den Gebühren-Vorschlag. "Die Räumlichkeiten haben eine gewisse Exklusivität. Und die Villa Erckens ist ein Wahrzeichen - das am meisten fotografierte Gebäude der Stadt."

Der zu mietende Salon in der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Villa fasst rund 50 bis 100 Menschen, auch Nebenraum und Küche gehören dazu. Trauungen mit anschließender Feier, runde Geburtstage oder auch Mitgliederversammlungen einschließlich Museumsführung gehören zu den Miet-Anlässen. Allerdings wird die Zahl der Vermietungen vom Kulturfachbereich bewusst in Grenzen gehalten. "Die Räume werden etwa zwölf bis 15 Mal im Jahr vermietet", sagt Pelzer-Florack. Die Villa Erckens soll primär Museum und Kulturstätte sein. Im Jahr finden dort rund 150 kulturelle Veranstaltungen statt", erläutert der Fachbereichsleiter. Zudem sei die Vermietung mit einigem Aufwand verbunden." Die Räumlichkeiten müssen vorher hergerichtet werden, und nach der Vermietung muss wieder umgeräumt werden. "Wir haben bei Vermietungen leider auch schon mal Beschädigungen gehabt, etwa an Türzargen", sagt Pelzer-Florack. Die Verwaltung wolle die Vermietung weiterführen, aber der Kulturbetrieb stehe im Vordergrund.

Rund 3000 Euro im Jahr nimmt die Stadt aus der Vermietung ein. Im Museum Villa Erckens kommen auch die Mitglieder des Kultur- und Volkshochschulausschusses am 26. September, 18 Uhr, zusammen

(cso-)
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