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Grevenbroich: Stadt will Geld für die City

Grevenbroich : Stadt will Geld für die City

Die Stadt Grevenbroich will sich für das NRW-Förderprogramm "Aktive Orts- und Stadteilzentren" bewerben. Zentrale Punkte: die Aufwertung von Bahnhof und Bahnstraße sowie die Umgestaltung des "Platzes der Republik".

Chancen für eine attraktivere City bis zum Bahnhof: Diese will die Stadt Grevenbroich nutzen. Bis zum 29. Juli will sie sich für das Landesförderprogramm "Aktive Orts- und Stadtteilzenten" bewerben. Diese Empfehlung sprachen jetzt einstimmig die Planungspolitiker aus. Allerdings wurde das Konzept der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) kritisch diskutiert. Ein Streitpunkt: der "Platz der Republik".

Finanzielle Basis des "Integrierten Handlungskonzepts ,Innenstadt Grevenbroich'" sind rund 2,5 Millionen Euro. Allein 500 000 Euro wollen die Konzeptentwickler in den "Platz der Republik" investieren, wie Silke de Roode (DSK) erläuterte. Er solle nicht mehr allein Festplatz und zentraler Parkplatz bleiben, sondern "multifunktional genutzt" und "gestalterisch aufgewertet werden". Zudem sollte die Verknüpfung des Platzes an die Fußgängerzone und zum Flutgraben stärker herausgearbeitet werden".

Diese Vorschläge stießen auf wenig Sympathie — im Gegensatz zum Gesamtkonzept, das Vertreter aller Fraktionen begrüßten. Einhelliger Tenor: Der "Platz der Republik" solle in Zukunft ausschließlich zum Feiern und Parken genutzt werden.

"Die Investitionssumme ist zu hoch angesetzt", sagte Angelika Teske-Naumann für die UWG. Der Platz werde in seiner derzeitigen Form von den Bürgern angenommen, Veränderungen seien nicht gewünscht. Auch Wolfgang Kaiser (CDU) schlug vor, stattdessen mehr Geld in die Bahnstraße zu investieren: Die geplante Attraktivierung der Bahnstraße mit heruntergeklappten Bürgersteigen und "Shared Spaces" sei mit lediglich 250 000 Euro Kostenaufwand zu niedrig angesetzt. "Diese neu eingerichteten Flächen sollen für Außengastronomie genutzt werden und die Straße aufwerten," erläutert Silke de Roode an einem Beispiel.

Ein Änderungsvorschlag, den der Technische Dezernent Werner Hoffmann sofort aufgriff: "Wir können die Mittel zwischen diesen beiden Positionen verschieben", erklärte er. Das Konzept soll nun entsprechend geändert werden.

Apotheker bangt um Existenz

Diskutiert wurde auch das künftige Gesicht der Bahnstraße. Ein dort ansässiger Apotheker hatte alle Ratsfraktionen per Brief informiert, dass die neuen Pläne ihn in seiner Existenz bedrohen würden. Ein Einwand, den etwa Holger Holzgräber (SPD) und der Liberale Heinz Wolf aufgriffen. Sie stellten klar: "Geschäfte und Dienstleister müssen natürlich auch in Zukunft weiterhin für Autos erreichbar sein."

Mit der Empfehlung an den Rat, das Konzept zu verabschieden, sei der "erste Schritt" getan worden. Konkrete bauliche Maßnahmen seien frühestens 2013 zu erwarten. sagte DSK-Planer Dieter Wahlen.

(NGZ)