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Grevenbroich: Stadt verbaut 5,5 Millionen

Grevenbroich : Stadt verbaut 5,5 Millionen

Am Donnerstag müssen alle aus dem Konjunkturprogramm des Bundes finanzierten Bauprojekte abgerechnet sein. 5,4 Millionen Euro fließen als Finanzspritze nach Grevenbroich. Trotzdem muss noch weiter saniert werden.

Die letzten Handwerker sind abgezogen, auf den Baustellenschildern prangt ein kleiner Vermerk: "Maßnahme abgeschlossen". Bis Donnerstag müssen alle 31 Sanierungs- und Umbauprojekte, die aus dem Konjunkturprogramm II finanziert werden, zwingend abgerechnet sein. "Zurzeit werden die letzten Rechnungen koordiniert und von der Revision geprüft. Wir halten den Termin", sagt Gebäudemanagementleiter Dirk Schwarz zufrieden.

Zwei anstrengende Jahre liegen hinter den Hochbau-Mitarbeitern. 5,5 Millionen Euro flossen aus dem Bundesprogramm zur Ankurbelung der Konjunktur in die Schlossstadt. 31 Projekte wurden geplant und betreut, rund 340 Angebote erteilt. "Das alles kam zusätzlich zum täglichen Geschäft des Gebäudemanagements hinzu", erklärt Dezernent Claus Ropertz. "Wir haben nicht nur zeitlich eine Punktlandung hingelegt. Jeden Euro, den wir aus dem Konjunkturprogramm erhalten können, haben wir auch abgerufen", so Ropertz. "Ohne die Bundesmittel hätten wir viele Projekte nicht in absehbarer Zeit anpacken können."

Seit 2010 wurde mit der willkommenen Finanzspritze unter anderem mehr als ein Dutzend Schulgebäude im Stadtgebiet — von der Gesamtschule bis zur Grundschule in Neukirchen — saniert, um Energie zu sparen. Fenster wurden ausgetauscht, Wände und Dächer gedämmt. Größter "Brocken" auf der Projektliste ist der Neubau des "Sonnenland"-Kindergartens im Buckau-Viertel. Die Villa Erckens und das Schneckenhaus wurden saniert. "Die Politik hat beschlossen, dass möglichst viele Stadtteile profitieren sollen", erklärt Ropertz. Profitiert haben auch andere: Rund 3,5 Millionen Euro der Auftragssumme kamen laut Stadt Firmen in der Stadt oder im Kreis zugute. Doch nicht immer sei das möglich gewesen: Etwa für den Kunstrasenplatz in Neukirchen habe es keinen Grevenbroicher Anbieter gegeben.

Fürs Ende der Woche hat Gebäudemanagementleiter Dirk Schwarz den am Endspurt Beteiligten "ein Glas Sekt" angekündigt. Dann geht's mit der Arbeit weiter.

Mit dem Fünf-Millionen-Euro-Programm konnte der Sanierungsstau reduziert werden, er liegt aber immer noch bei rund 20 Millionen Euro. Einige künftige Baustellen: Für die weitere Fenster- und Fassadensanierung am Erasmus-Gymnasium hat die Verwaltung 500 000 Euro beantragt. Der Bau des Toilettengebäudes an der Kapellener Schule startet jetzt, und in Neurath soll das Barbarahaus für den Kindergarten umgebaut werden.

(NGZ)