Grevenbroich: Stadt sucht Sponsoren für Einsatz von Gratis-Bussen

Grevenbroich: Stadt sucht Sponsoren für Einsatz von Gratis-Bussen

Bundesweit wird zurzeit über den Einsatz von Gratis-Bussen diskutiert. Die Stadt Grevenbroich ist in dieser Sache so etwas wie ein Vorreiter. Im vergangenen Sommer wurde an zwei Terminen ein kostenloser ÖPNV-Transfer zu den Feierabendmärkten in der Innenstadt angeboten. Diese Aktion soll in der nächsten, im Mai beginnenden Saison wiederholt werden. Voraussetzung: "Zur Finanzierung brauchen wir Sponsoren", berichtet Rathaussprecher Robert Jordan.

An zwei Tagen im September und Oktober 2017 konnten Pendler die Fahrzeuge kostenlos nutzen, die regulär auf den Linien 860, 871, 877, 891 und 893 verkehren. Der Einsatz der Gratis-Busse kostete insgesamt 1500 Euro, die Bürgermeister Klaus Krützen über Sponsoren einholte. "Das Projekt hat große öffentliche Anerkennung erfahren", sagt Jordan. "Es hätten allerdings schon ein wenig mehr Leute mitfahren können." Das müsse aber nicht am mangelnden Interesse der Grevenbroicher gelegen haben: "Vielleicht lag es auch am System", meint der Rathaussprecher. Denn wer die Busse nutzen wollte, musste zunächst einmal in die Innenstadt, um dort einen Freifahrschein für den Gratis-Verkehr abzuholen. "Vielleicht war das etwas umständlich", überlegt Jordan. "Sollte die Aktion wiederholt werden, müssen wir uns eine andere Logistik überlegen."

Mit den Gratis-Bussen hatte Klaus Krützen im Vorjahr eine Idee der "Schlaubus"-Initiative des Südstädters Claus Schäfer aufgegriffen. Dessen Ziel ist es, ein fahrscheinloses Omnibusfahren zu ermöglichen, über das mehr Menschen bequem und kostenlos in die Innenstadt gelangen sollen. Weitere Nebeneffekte des Gratis-Verkehrsmittels seien unter anderem weniger Verkehr, Kohlendioxid und Feinstaub, aber auch weniger Lärm und weniger Verkehrsunfälle.

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(wilp)