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Grevenbroich: Stadt sucht Sponsoren für eine Nachtbus-Linie

Grevenbroich : Stadt sucht Sponsoren für eine Nachtbus-Linie

Am Wochenende mit einem Nachtbus von Düsseldorf oder Neuss nach Grevenbroich zu fahren: Diese Verbindung wünschen sich viele Grevenbroicher – besonders Jugendliche, die feiern wollen. Dies bestätigt Dezernent Werner Hoffmann.

Am Wochenende mit einem Nachtbus von Düsseldorf oder Neuss nach Grevenbroich zu fahren: Diese Verbindung wünschen sich viele Grevenbroicher — besonders Jugendliche, die feiern wollen. Dies bestätigt Dezernent Werner Hoffmann.

Er hat jetzt vom Busverkehr Rheinland (BVR) die Kosten für eine nächtliche Linie ermitteln lassen. "Die Kosten liegen bei rund 15 000 Euro" erläutert Hofmann. Doch das ist Geld, das die Stadt als Haushaltssicherungskommune zurzeit nicht aufbringen kann.

Wer in der Skihalle oder in Düsseldorf tanzt, möchte auch sicher und ohne Taxi nach Hause — ein Wunsch, den etwa die Aktiven des Jugendrates immer wieder geäußert haben. Werner Hoffmann hat deshalb jetzt einen Vorschlag erarbeiten lassen. So könnte eine Linie des BVR am Wochenende zwei Fahrten vom Neusser Hauptbahnhof über den Haltepunkt Neuss-Skihalle weiter nach Grevenbroich anbieten. Die Abfahrtzeiten: je um 0.15 und um 2.15 Uhr. Die Route könnte über Kapellen, Wevelinghoven, Stadtmitte, Hammerwerk, Laach, Gustorf und Frimmersdorf bis nach Neurath führen.

Kosten: 15 000 Euro

Das Problem: Die Stadt kann diese Ausgabe nicht bestreiten. Eine Möglichkeit, die Werner Hoffmann sieht: "Für diesen Bus Sponsoren zu finden." Carl Windler (UWG) und Heiner Holzgräber (SPD) zeigten sich von dem Konzept überzeugt. Der Liberale Karl-Heinz Wolf meint sogar, dass die "Kosten relativ überschaubar sind".

Er hofft auf eine Chance, dass Bürgermeisterin Ursula Kwasny für den zusätzlichen Nachtverkehr Sponsoren findet. Werner Hoffmann betont allerdings, dass nur ein langfristiges Sponsoring in diesem Bereich möglich sei — idealerweise über mehr als ein Jahr: "Alles andere wäre nicht sinnvoll."

Holger Holzgräber und Carl Windler sind so überzeugt von der Nachtbus-Idee für Grevenbroich, dass sie selbst gern mit zu den ersten Fahrgästen gehören würden: "Wir treffen uns dort."

(NGZ)