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Stadt soll sich beim Projekt „Sportplatz Kommune“ bewerben

Grevenbroich : Stadt soll sich für Sportförderprojekt bewerben

Vor dem Beschluss gab es erst eine Diskussion im Ausschuss. Mehrere Politiker vermissten Infos über „Sportplatz Kommune“.

(cso-) Die Stadt soll sich für die Teilnahme am neuen Projekt „Sportplatz Kommune“ bewerben, doch das Grüne Licht dafür kam im Hauptausschuss erst nach einiger Diskussion. Die FDP hatte beantragt, dass die Stadt ihr Interesse an dem Gemeinschaftsprogramm des Landessportbundes und der Staatskanzlei NRW bekunden solle, doch im Ausschuss lagen dazu kaum Informationen vor. Details würden erst Mitte Oktober mitgeteilt, erklärte Sportdezernent Michael Heesch. „Ich hätte gern mehr über das Projekt gewusst darüber, was auf uns zukommt, wo der Nutzen für uns liegt“, sagte Horst Gerbrand (SPD). „Wir können natürlich einen Blankoscheck ausstellen. Vielleicht kommt ja etwas heraus.“

Gerbrand verwies auf die lange Diskussion vor kurzem im Rat über einen Förderantrag, aus dem sich die Stadt Mittel für die Sportanlage Frimmersdorf/Neurath erhofft. Zu jenem Projekt „gab es viel mehr Informationen als hier“, sagte der SPD-Fraktionschef. Die Verwaltung hatte damals wegen kurzer Meldefrist ihr Interesse bekundet und erst dann der Politik den Beschlussvorschlag vorgelegt. CDU und andere kritisierten, der Bürgermeister habe an der Politik vorbei agiert.

Wie Gerbrand hätten auch andere Politiker im Hauptausschuss vor einem Beschluss gern mehr Informationen zum Projekt „Sportplatz Kommune“ gehabt. „Der Beschluss ist kein Freibrief. Wir wollen nur, dass sich die Verwaltung mit dem Projekt beschäftigt“, entgegnete Wolfgang Kaiser (CDU). „Sie hätten nur den in unserem Antrag mitgeschickten Link nutzen müssen“, erklärte FDP-Fraktionsvorsitzender Markus Schumacher zu den Kritikern. „Es geht darum, Bewegungsarmut bei Kindern zu stoppen, Spaß am Sport zu wecken.“ Nicht vorgesehen ist laut der Stadtverwaltung eine Förderung von Bauinvestitionen. Nach Auskunft des Landessportbundes NRW sollen Akteure im Kinder- und Jugendsport in einem Netzwerk gemeinsam neue Ideen entwickeln und umsetzen. Solche Akteure können etwa Schulen, Kitas oder Vereine sein. Das Ziel sollen mehr Bewegungs- und Sportangebote sein.

Bis zu 150 Städte und Gemeinden können an dem vierjährigen Projekt teilnehmen.