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Grevenbroich: Stadt soll Kunstrasen für TuS bauen

Grevenbroich : Stadt soll Kunstrasen für TuS bauen

Der Sportausschuss will den Ascheplatz im Bend trotz leerer Kassen zu einem Kunstrasenplatz umbauen lassen. Die Kosten dafür werden auf rund 700 000 Euro geschätzt. Weitere Kunstrasenplätze sollen folgen.

Gute Nachrichten für den TuS Grevenbroich: Der Sportausschuss hat sich in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr für eine Umwandlung des Tennenplatzes ("Ascheplatz") in einen Kunstrasenplatz ausgesprochen. TuS-Präsident Lothar Zimmermann sprach von einer "guten Nachricht".

Damit soll eine Baustelle behoben werden, die schon in der 2008 von der "NRW Beratungsstelle Sportstätten" für die Stadt erstellten Fußball- und Leichtathletikzielanalyse gesehen wurde. Die Verwaltung soll die Umwandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz nun bis zur nächsten Sportausschuss-Sitzung im März vorbereiten und die Kosten ermitteln. Diese werden auf rund 700 000 Euro geschätzt.

Das ist ein guter Batzen Geld für die vor der Pleite stehende Stadt. Entsprechend hitzig wurde das Thema im Sportausschuss diskutiert. UWG und ABG stimmten gegen den Beschluss. Hildegard Florack (UWG) begründete dies mit der "desolaten städtischen Haushaltslage".

Ausdrücklich lobte sie zwar das Engagement der Ehrenamtler im Sport und würdigte die Bedeutung des Angebots für die Jugend. "Wir werden gemeinsam Wege finden müssen, die sportlichen Aktivitäten trotz der derzeit nicht optimalen Bedingungen fort- und weiterzuführen", mahnte Florack jedoch.

CDU und SPD betonten den Handlungsbedarf an der TuS-Spielstätte. Sportdezernent Michael Heesch verwies darauf, dass schon die 2008 erstellte Studie die mit "teilweise schwerwiegenden Mängeln" versehene Ausstattung der Sportstätten Schlossstadion, Tennenplatz und Waldwiese kritisierte.

Nach eingehenden Untersuchungen gilt die Umwandlung des Tennenplatzes im Bend als kostengünstigste und machbarste Lösung. Darauf wies Kämmerin Monika Stirken-Hohmann in der Sitzung hin. Finanziert werden soll die Maßnahme über den Finanzplan und die Sportpauschale. Für die Maßnahme müssten demnach 50 000 Euro in 2013, 300 000 Euro in 2014 sowie 300 000 Euro in 2016 in den Etat eingestellt werden. Die restlichen 50 000 Euro würden über die Sportpauschale abgewickelt.

Allerdings muss der Rat dem Bau des Kunstrasenplatzes für den TuS noch zustimmen. Da der Sportausschuss über kein Budgetrecht verfügt, handelt es sich bei dem Beschluss um eine Empfehlung aus sportfachlicher Sicht. Das Ja zum Bau und zur Finanzierung muss folglich der Rat geben. Dazu muss die genaue Kostenkalkulation aber abgeschlossen sein.

Nicht nur der TuS, auch weitere Vereine sollen in Zukunft Kunstrasenplätze erhalten. CDU-Chef Norbert Gand stellte klar, dass die Chancengleichheit gewahrt werden und weitere Kunstrasenplätze geschaffen werden sollen. Rosemarie Cremer (SPD), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses, betonte: "Das ist Teil unseres Sportstättenkonzepts. Wir werden es nun nach und nach abarbeiten."

(NGZ/rl)