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Grevenbroich: Stadt sieht Werbering-Feste nicht in Gefahr

Grevenbroich : Stadt sieht Werbering-Feste nicht in Gefahr

Für Großveranstaltungen werden neue Sicherheitsauflagen fällig. Das sorgt für Verunsicherung. Für den Werbering konnte Udo Robling im Hauptausschuss Entwarnung geben. Die City-Feste der Einzelhändler würden durch die neuen Sicherheitsauflagen des Innenministeriums nicht gefährdet, sagte der Ordnungsamtsleiter. Höhere Kosten durch den Einsatz von professionellen Security-Kräften müssten die Veranstalter nicht befürchten. Die wären nämlich nicht erforderlich.

Robling stellte den Politikern den neuen Orientierungsrahmen des Innenministeriums vor, der Kommunen bei Großveranstaltungen im Freien künftig mehr Sicherheit bieten soll. "In Grevenbroich greift er bei etwa fünf Veranstaltungen im Jahr", sagte Robling. Dazu zählen auch die City-Feste des Werberings.

Die Einzelhändler hatten befürchtet, dass schärfere Auflagen diese Feste gefährden könnten. Doch: "Wir sehen uns als Partner — wir wollen nichts verhindern, sondern einvernehmliche Lösungen finden", erklärte Robling. Die Veranstalter müssten allerdings Sicherheitskonzepte erstellen und Bedingungen erfüllen, um Gefahren auszuschließen. Im Bedarfsfall müsse ein Koordinierungsgremium mit Vertretern aus Verwaltung, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten eingesetzt werden, das eine Gefährdungsbeurteilung abgibt.

Rolf Göckmann (ABG) rief die Stadt dazu auf, vor allem bei kleineren Veranstaltungen nicht allzu hohe Maßstäbe anzulegen: "Viele Vereine klagen darüber, dass die Auflagen ihnen das Genick brechen würden." Ähnlich äußerte sich Horst Gerbrand (SPD), der eine "Regulierungswut" befürchtet, die Vereinen die Lust an Veranstaltungen nehmen könnte. Das sah auch Wolfgang Kaiser (CDU) so. Er bat die Verwaltung darum, die Messlatte möglichst tief zu legen.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny will die Vereine demnächst zu einer Info-Veranstaltung einladen — "um Unsicherheiten zu nehmen".

(NGZ/ac)