Grevenbroich: Stadt schafft wieder freien Blick auf die Erft

Grevenbroich: Stadt schafft wieder freien Blick auf die Erft

Teile des City-Erftufers wurden frei geschnitten. Ralf Cremers (CDU) ist bislang nicht zufrieden, weitere Arbeiten seien noch erforderlich.

Die Erft soll im Bereich der Innenstadt erlebbarer werden. Bislang war der Fluss an vielen Stellen hinter einem grünen Pflanzenschleier verborgen. In den vergangenen Wochen hatten sich Mitarbeiter der Stadtbetriebe an die Arbeit gemacht, hatten Unterholz gerodet und Sträucher zurückgeschnitten. "Das Ziel, die Erft sichtbarer zu machen, wurde jetzt durch intensive Pflegemaßnahmen eingeleitet", erklärt Stadtsprecher Robert Jordan. Am Montag wollen Bürgermeister Klaus Krützen und Brigitte Laurenz von den Stadtbetrieben das Ergebnis vorstellen.

Die Stadtbetriebe stutzten an der Erft etliche Sträucher. Foto: C. Sommerfeld

Im November hatte der Ausschuss für Landschaftspflege und Umweltschutz ein ganzes Konzept zur Neugestaltung des Erftufers vom Schneckenhaus bis zur Brücke an der Bahnstraße beschlossen - mit Rodungen und teilweise Neupflanzungen. Die Stadt stimmte sich mit dem Erftverband ab - mehrere Bäume am Flussufer müssen nämlich gefällt werden, unter anderem weil sie Schäden aufweisen.

Die Stadt schloss sich mit den Freischneidearbeiten an, um künftig freien Blick auf die sich durch die Innenstadt schlängelnde Erft zu gewähren. Einen "Kahlschlag" soll es laut Stadtverwaltung aber ausdrücklich nicht geben.

Das Ergebnis der Arbeiten ist am Parkplatz an der Karl-Oberbach-Straße zu sehen. Etliche Sträucher wurden gestutzt, gestern fuhren die Stadtbetriebe den Grünschnitt ab. Nun herrscht deutlich bessere Sicht auf die Erft - und auch auf das fast fertige Schlossbad am gegenüberliegenden Ufer.

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Mit dem bisherigen Ergebnis ist Umweltausschussvorsitzender Ralf Cremers (CDU) aber noch nicht zufrieden. "Das ist der richtige Ansatz, aber das ist noch nicht das, was wir uns vorgestellt und im Ausschuss beschlossen haben", erklärte Ralf Cremers. "Die Erft ist ein Schatz, mit dem wir mehr machen können", betont der Ausschussvorsitzende, der sich gestern ein Bild vom Stand der Arbeiten gemacht hat.

Die Ligustersträucher am Ufer müssten deutlich mehr zurückgeschnitten werden."Das muss konsequent geschehen, sonst stehen die nächstes Jahr wieder fast so hoch wie früher", sagt Cremers. Und damit wäre der freie Blick auf die Erft schon bald wieder genommen. Auch entlang der Straße "Im Bend" in Richtung Schneckenhaus müsse das Unterholz neben dem Fluss noch gerodet werden. "Die Bäume sollen natürlich stehen bleiben." Auch nahe dem "Eulenturm" wurden bereits Sträucher an der Uferböschung herunter geschnitten.

Die Grünanlage am "Eulenturm" soll ebenfalls neugestaltet werden. Am Gitterturm, der an den früheren Kirchturm erinnert, sollen künftig Kletterpflanzen ranken, der vom Zünsler heimgesuchte Buchsbaum daneben soll verschwinden. Einige Sträucher sollen auf dem Areal gegen Kirschlorbeer und andere Arten ausgetauscht werden.

(NGZ)