Grevenbroich: Stadt-Konzept für den U3-Ausbau beschlossen

Grevenbroich : Stadt-Konzept für den U3-Ausbau beschlossen

Im Rathaus wird mit künftig geringeren Zuschüssen für den Ausbau der U3-Betreuung gerechnet, das Land stellt von projektbezogenen auf pauschale Zuschüsse um. Doch im Jugendhilfeausschuss wurde die Umstellung auch positiv gesehen: "Künftig liegt das Verfahren, wofür das Geld verwendet wird, in unserer Hand. Wir hoffen, dass es dann glatter geht – beim neuen Buckau-Kindergarten hatte die Verwaltung doch viel Ärger", erklärte Hildegard Florack (UWG).

Zunächst einmal bescheren die Korrekturen im Land der Verwaltung und Politik reichlich Arbeit: Der Bedarfsplan für die Kindertageseinrichtungen wurde – auch wegen neuer Daten zur Bevölkerungsentwicklung – komplett überarbeitet. Vier Kitas sollen umziehen, zwei neu gebaut werden (in Kapellen und Wevelinghoven). Sechs Einrichtungen sollen mehr U 3-Plätze erhalten, allerdings schlägt die Verwaltung vor, in mehreren Kitas auf die Umwandlung von Gruppen auf Betreuung der Unter-Dreijährigen zu verzichten. Positiver Effekt der Neuplanung mit 17 Maßnahmen und Änderungen: Für die Realisierung des Gesamt-Konzepts sind mindestens 1,2 Millionen Euro weniger nötig als für die frühere Planung. Dennoch summieren sich die Baukosten auf noch 5,1 Millionen Euro. Zugleich schlug die Verwaltung eine Prioritätenliste vor. Ein Kriterium ist, wo mit Förderhilfe möglichst schnell Plätze geschaffen werden können: Auf den ersten Plätzen stehen die Umzüge der Gindorfer "Zaubermühle" und der städtischen Tagesstätte Gustorf.

In die Details ging der Ausschuss nicht – die Politiker diskutierten die Frage, wie es weitergeht. Horst Gerbrand (SPD) schlug vor, zunächst die kostenneutralen Maßnahmen zu beschließen und anzupacken. Das Problem: Diese Vorhaben wirken sich auf andere aus, sind als "Paketlösung" zu betrachten. Der Ausschuss empfiehlt dem Rat nun, die 17 Maßnahmen zu beschließen, sie seien für die Erfüllung des Rechtsanspruchs erforderlich. Mit den Kosten wird sich die Politik in den Etatberatungen befassen.

(NGZ)