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Grevenbroich: Stadt: Jürgen Drews darf nicht in Orken auftreten

Grevenbroich : Stadt: Jürgen Drews darf nicht in Orken auftreten

Der König von Mallorca muss seine Audienz auf dem Orkener Kirmesplatz absagen. Die Stadt hat Jürgen Drews ein Auftrittverbot an der Richard-Wagner-Straße erteilt. Jetzt sucht der Förderverein der SG Orken-Noithausen als Veranstalter nach einem neuen Ort für das große Konzert am 30. April.

Im vergangenen Jahr hatte die SG den Schlagerstar Michael Wendler engagiert und mehr als 2000 Fans nach Orken gelockt. Eine Fortsetzung mit Jürgen Drews am selben Platz lehnt die Stadt in diesem Jahr jedoch ab: "2012 gab es hinterher Beschwerden über Lärm", sagt Bürgermeisterin Ursula Kwasny: "Wir konnten die Leute damals aber beruhigen, da die Verwaltung nur dieses eine Konzert genehmigt hatte. Wir haben eine Ausnahme erteilt, weil die Sportgemeinschaft ihr 100-jähriges Bestehen feierte." In diesem Jahr könne die Stadt in Orken jedoch kein Auge zudrücken.

Das hat Kwasny in einem Gespräch mit Norbert Trippen, dem Vorsitzenden des SG-Fördervereins, deutlich gemacht und ihn gebeten, ein Ausweichquartier zu suchen. Das ehemalige Rhein-Erft-Schau-Gelände am Hagelkreuz würde sich anbieten, wenn der Besitzer des Areals einverstanden wäre, meint Trippen — allerdings müssten vorher noch wichtige Details geklärt werden. So ist zurzeit noch unklar, ob das Terrain über eine Wasserversorgung und eine Abwasserentsorgung verfügt. Bis spätestens Montag sollen diese Fragen beantwortet sein, die Stadtverwaltung steht hierbei an der Seite des Veranstalters.

Ursula Kwasny hat zudem signalisiert, in diesem Jahr notfalls eine einmalige Ausnahmegenehmigung für ein Konzert auf dem Noithausener Kirmesplatz erteilen zu wollen. "In diesem Fall müssten wir das Zelt wohl etwas kleiner planen", meint Norbert Trippen. Bisher hatte der Förderverein mit einem Planenbau von rund 2200 Quadratmetern Größe kalkuliert. Auf das Zuckerfabrikgelände möchte Trippen nur ungern ausweichen. "Denn im benachbarten Wevelinghoven wird gleichzeitig auch ein Tanz in den Mai veranstaltet — und wir wollen nicht als Konkurrenten auftreten." Abgeblasen werden soll das Konzert aber nicht: "Wir werden es auf jeden Fall veranstalten."

Dass heimische Vereine den Veranstaltungskalender der Stadt bereichern, begrüßt die Bürgermeisterin. "Doch es wird schwierig, große Events mit mehr als 2000 Menschen zu organisieren", meint Kwasny. Die Kirmesplätze stünden dafür nur noch in Ausnahmefällen zur Verfügung: "Sie sind eigentlich nur für die Schützenfeste bestimmt."

(NGZ/jco)