1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Stadt Grevenbroich will Kultur-Kooperation kündigen und Geld sparen

Kulturangebote in Grevenbroich : Stadt will Kultur-Kooperation kündigen und Geld sparen

Die Stadt setzt bei mehreren Kulturangeboten auf den eigenen Weg. Aus Kostengründen empfiehlt die Verwaltung dem Kulturausschuss, die Mitgliedschaft beim Kultursekretariat NRW Gütersloh zu kündigen. Was wird aus dem beliebten „Sommerleseclub“?

Der „Sommerleseclub“ motiviert jedes Jahr viele Kinder zum Lesen, die Stadt kooperiert dabei mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh. Mit dieser Partnerschaft soll es ab 2023 vorbei sein. Erster Beigeordneter Michael Heesch empfiehlt dem am Dienstag tagenden Kulturausschuss, die Mitgliedschaft beim Kultursekretariat zu kündigen. Der Grund: zu teuer. Den Leseclub soll es aber dennoch weiterhin geben.

Seit den 1990er Jahren ist die Stadt Mitglied. Der Zusammenschluss von 80 Städten, der die Kulturarbeit in mittleren und kleinen Kommunen stärken soll, nutzt Landesfördermittel, finanziert sich aber auch aus Mitgliederbeiträgen. Als 2017 eine Erhöhung der Mitgliederumlage um 1140 Euro anstand, hielt die Stadt an der Partnerschaft fest.  „Wir bekommen mehr raus als wir zahlen“, hieß es. Das ist jetzt anders.

Für 2022 steht laut Heesch eine Anhebung der Jahresumlage von 4900 auf 6117 Euro an, zudem werde eine Steuernachzahlung umgelegt. „Die Teilnahme an den Programmen ,Sommerleseclub’, ,Kulturstrolche’ und ,NRW-Skulptur’ refinanziert bei weitem nicht die Mitgliedsbeiträge“, sagt Heesch. Die übrigen Angebote passten nicht ins Veranstaltungsportfolio der Stadt, oder es gebe sie auch woanders.

  • Nach langer Zeit wird die Museumswiese
    Musik und Theater im Stadtpark geplant : Die Grevenbroicher Kultur meldet sich „Open Air“ zurück
  • Kinderärzte wollen Eltern beraten : Stiko empfiehlt Impfung nur für vorerkrankte Kinder
  • Lena Clermont (links) und Denise Pottbäcker
    Klimaschutz in Meerbusch : Meerbusch ist jetzt Mitglied der Kreis-Allianz für Klima und Nachhaltigkeit

Das eingesparte Geld soll zur Hälfte für eigene Programme verwendet werden. Die Teilnahme am „Sommerleseclub“ sei weiter möglich. Ein Programm analog der „Kulturstrolche“, bei dem Schüler Kultureinrichtungen kennenlernen, ist geplant. Und die Kunstwerke in der Stadt würden auf der Homepage und in sozialen Medien „kostenfrei und umfassender“ präsentiert.