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Stadt Grevenbroich: SPD will einen Glas-Neubau neben dem Museum bauen

Wahlkampf in Grevenbroich : SPD will Glas-Neubau neben dem Museum

Der Stadtverband Grevenbroich legt sein Parteiprogramm für den Kommunalwahlkampf vor. Drei Themenbereiche sollen abgearbeitet werden.

Das Museum der niederrheinischen Seele soll erweitert werden. Nicht um einen An-, sondern um einen Neubau. Der könnte in unmittelbarer Nähe der Villa Erckens entstehen – etwa in Glasbauweise. Präsentiert werden soll darin die Geschichte der Braunkohle, die eng mit der Historie der Stadt Grevenbroich verbunden ist. Das ist ein Punkt aus dem Programm, mit dem die SPD in den Kommunalwahlkampf ziehen wird.

„Grevenbroich – unsere Heimat als Tor zum neuen Rheinischen Revier“ ist der Arbeitstitel des Positionspapiers. Diese Headline könne sich aber in den nächsten Wochen noch ändern, sagt Daniel Rinkert, kommissarischer Vorsitzender des Stadtverbandes. Nicht mehr gerüttelt werden soll aber an den drei Themenbereichen des Programms: „Arbeiten und Zukunft“, „Wohnen und Leben“, „Bildung und Sport“.

Vorgestellt werden sollte das Parteiprogramm bereits in der vergangenen Woche. „Wegen des Coronavirus haben wir die Veranstaltung aber kurzfristig absagen müssen“, sagt Rinkert. Neuer Termin soll der 7. Mai sein, bei dieser Gelegenheit will die SPD auch ihre Kandidaten für die Stadtratswahl aufstellen.

Was den Bereich „Arbeiten und Zukunft“ betrifft: Hier setzen die Sozialdemokraten vor allem auf den S-Bahn-Ausbau, mit dem Grevenbroich zu einem Knotenpunkt in der Region werden könnte. Zudem wollen sie sich für ein Ring- und Schnellbus-System stark machen, um die ÖPNV-Verbindung zwischen Stadt und Stadtteilen zu verbessern. Die Erft hingegen soll zum „blauen Mobilitätsband“ für den Radverkehr entwickelt werden.

In ihrem Programm wollen die Genossen auch Ideen für die Zukunft der frei werdenden Kraftwerks-Flächen entwickeln. Das Ansiedeln neuer Arbeitsplätze stehe an erster Stelle, sagt Rinkert. Es müssten aber auch andere Zielvisionen entwickelt werden: So sei etwa auf dem Frimmersdorfer Areal ein neuer Stadtteil denkbar, in dem nachhaltiges Wohnen erprobt werden könnte. Auch ein Forschungs- und Hochschulstandort sei dort möglich – aber nicht unbedingt. „Platz dafür würde auch das alte Realschul-Gelände an der Bergheimer Straße bieten“, sagt Daniel Rinkert.

Beim Thema „Wohnen und Leben“ geht es den Sozialdemokraten insbesondere um den Bau von günstigen Wohnungen. „Wir sind für die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft und für eine feste Quote von 30 Prozent öffentlich gefördertem Wohnraum“, sagt der kommissarische Parteichef. Der verstärkte Ausbau des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes der Stadt wird ebenso von der SPD gefordert wie die eine intensivere Pflege von öffentlichen Grünanlagen.

Die Investitionen in die heimischen Sportstätten müsse fortgesetzt werden. „Es ist schon viel Geld in diese Anlagen geflossen, es muss weitergehen“, sagt Daniel Rinkert mit Blick auf den Themenbereich „Bildung und Sport“. Für die Sozialdemokraten sei es ebenso wichtig, die offenen Ganztagsgrundschulen weiter nach dem Bedarf auszubauen. „Es darf keine Wartelisten mehr geben, jedes Kind muss einen Platz in der OGS haben“, sagt Rinkert. Gleiches gelte für die Kindertagesstätten in Grevenbroich.

Die SPD wird mit Bürgermeister Klaus Krützen in den Kommunalwahlkampf ziehen. Diese Absicht wurde bereits vor Monaten bekundet, offiziell nominiert worden ist der Spitzenkandidat allerdings noch nicht. „Das haben wir für den 19. April vorgesehen“, sagt Daniel Rinkert. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, sei in Zeiten von Corona allerdings noch unsicher.