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Stadt Grevenbroich bietet Workshops für Graffiti-Kunst an.

Jugendarbeit in Grevenbroich : Stadt will Jugendlichen Graffiti-Kunst näherbringen

Die Stadt bietet Ende Juli zwei Graffiti-Workshops unter Anleitung eines Künstlers an. Sie sind als Startschuss für weitere Kunst- und Kreativprojekte im Jugendbereich gedacht.

Graffiti sind ein zweischneidiges Schwert. Illegal agierende Sprayer verursachen an städtischen Gebäuden der Verwaltung im Jahr rund 5000 Euro Kosten für die Beseitigung, und nur selten wird laut Stadtsprecher Stephan Renner der Verursacher ermittelt. „Doch legale, schön gemachte Graffiti können eine Bereicherung des Stadtbildes sein“, sagt er.

Die legale Variante steht in der fünften Sommerferienwoche in der Alten Feuerwache im Mittelpunkt – bei zwei Graffiti-Workshops unter Leitung des Graffitikünstlers „ami-one“. Kooperationpartner bei den Workshops sind die Mobile Jugendarbeit von „Rhein-Flanke“ und das Team der Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes. Projektkoordinatorin Paulina Tomakidi kündigt „tolle und aufregende Tage“ an.

Im Jugendbereich der Stadt wird „ein steigendes Interesse von Jugendlichen an Graffiti beobachtet“, erklärt Renner. Die Tagesworkshops richten sich an Kinder und Jugendlichen von elf bis 15 Jahren und laufen am Dienstag, 28. Juli, sowie Mittwoch, 29. Juli, von 14 bis 19 Uhr. Die Teilnehmer erhalten einen ersten Einblick etwa in die Entstehung der Graffiti-Kunst. Unter Leitung des Künstlers unternehmen sie erste Sprühversuche und erfahren, wie ein typischer Graffiti-Buchstabe entsteht. Und sie können beim Besprühen von Leinwänden ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind unter der Rufnummer 02181 1646703 oder per E-Mail an but-feuerwache@but-neuss.de möglich.

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Die Workshops sind der „Startschuss für weitere Kunst- und Kreativprojekte dieser Art“, erklärt Christian Abels, Leiter der Alten Feuerwache. Bereits in der Vergangenheit gab es Graffiti-Aktionen. 2019 etwa griffen Schüler und Mitarbeiterinnen aus der Nachmittagsbegleitung der Katholischen Jugendagentur Düsseldorf an der Realschule auf dem Spielplatz Heyerweg – legal – zu Sprühdosen. Die Betonwand hinter den Tischtennisplatten wurde mit ihren Werken erheblich verschönert. Für die Zukunft ist laut Renner bei einer Realisierung des Konzepts der dezentralen Jugendparks denkbar, auch Flächen für legale Graffiti zur Verfügung zu stellen.