Stadt Grevenbroich auf Suche nach weiteren Bufdis

Gesellschaftliches Engagement im Bundesfreiwilligendienst: „Bufdis“ – für die Stadt unentbehrlich

Mit Ende der Wehrpflicht übernahmen Bundesfreiwilligendienstler – kurz „Bufdis“ – den Job der Zivis und leisten soziale Arbeit. In Grevenbroich funktioniert das bestens: Die Stellen in fünf Kitas sind ebenso besetzt wie die an der Alten Feuerwache oder dem Umweltzentrum Schneckenhaus.

„Bei uns ist das von Anfang an ein positives Projekt gewesen“, bilanziert Schneckenhaus-Chef Norbert Wolf. „Nahezu jeder verabschiedet sich mit Worten wie ‚Es war eine tolle Zeit’“, zitiert er „Bufdi“-Absolventen der Vorjahre. Und auch Malin Hilscher, Marie Dienst (beide 18), Benjamin Sannemann und Martin Otto (beide 20) sind glücklich: „Es ist cool hier“, beurteilen die jungen Frauen die Arbeit, die „richtig vielfältig“ ist, wie ihre männlichen Kollegen ergänzen.

Die Motivation, sich als „Bufdi“ zu bewerben, war bei den vier Grevenbroichern, die das Schneckenhaus seit Kindertagen kennen, gleich: Was tun, nachdem die Schulzeit beendet war? Die Zeit bis zum Ausbildungs- oder Studiumbeginn sollte „sinnvoll überbrückt“ werden, „das liest sich auch besser im Lebenslauf“, wie Benjamin zugibt. „Erfahrungen sammeln“ und sich darüber klar werden, welcher Studienschwerpunkt gesetzt werden soll“, waren für Marie und Martin wichtig. Bei allen mit dem Ergebnis: „Ich weiß, was ich machen möchte“ – bei Marie beispielsweise ist ein Lehramtsstudium das Ziel. Am Schneckenhaus kümmert sie sich um die jüngsten Besucher und stellte dabei ihr pädagogisches Geschick fest. „Das macht sie hervorragend“, lobt Norbert Wolf. „Es macht viel Spaß, mit den jungen Leuten zusammenzuarbeiten“, bilanziert er.

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Schonfrist gibt es für keinen, fürs Rumsitzen ist keine Zeit, denn zur Pflege von Flora und Fauna ist immer etwas zu tun. „Es läuft toll“, freuen sich die „Bufdis“, die längst unaufgefordert wissen, wo sie wann zupacken müssen. „Wenn die Leute verstehen, was sie tun, sind sie motiviert und die Aufgaben machen Spaß“, weiß Norbert Wolf. Außerdem sind sie wichtige Multiplikatoren für den Umweltschutz. Mehr zum Thema auf der Homepage der Stadt via www.grevenbroich.de.

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