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Weltjugendtag in Köln: Stadt erwartet 4000 Gäste

Weltjugendtag in Köln : Stadt erwartet 4000 Gäste

Von Wiljo Piel

Von Wiljo Piel

Zum Weltjugendtag in Köln werden im August 2005 allein 4 000 junge Leute in der Stadt Grevenbroich erwartet. Das erklärte Jürgen Hall von der Weltjugendtags GmbH, Donnerstag Abend vor dem Jugendhilfeausschuss . Für einen Großteil der Pilger stehen die Unterkünfte schon fest.

Etwa 4 000 junge Leute im Alter zwischen 16 und 30 Jahren müssen zum Weltjugendtag im August 2005 im Grevenbroicher Stadtgebiet vernünftig untergebracht werden. Eine logistische Herausforderung, an der gearbeitet wird. Der Neusser Jürgen Hall, Bereichsleiter Veranstaltungs-Logistik der Weltjugendtags GmbH, signalisierte dem Jugendhilfeausschuss Donnerstag, dass für einen Großteil der Pilger bereits Quartiere ausgemacht wurden.

In Zusammenarbeit mit Werner Amian und Wolfgang Hufendiek von der Stadt Grevenbroich wurde der Schulkomplex an der Bergheimer Straße als größte Übernachtungsmöglichkeit ausgewählt. Im Pascal-Gymnasium und dem Berufsbildungszentrum können voraussichtlich 1500 junge Leute eine Bleibe finden. Darüber hinaus stehen Pfarrzentren, Turnhallen und weitere Schulen mit den dazu gehörigen sanitären Einrichtungen zur Verfügung, signalisierte Kreisdechant Monsignore Winfried Auel.

Und: Jürgen Hall erhofft sich große Resonanz auf die Donnerstag gestartete Kampagne "Herberge gesucht": "Unser Ziel ist es, 20 Prozent der Pilger in Privatquartieren unterzubringen." In der Schloss-Stadt gibt es bereits ein reges Interesse, meint Kreisdechant Auel: "Wir haben schon viele Anfragen von Grevenbroichern, die im nächsten Jahr unbedingt Jugendliche in ihren Häusern aufnehmen möchten." Möglicherweise können auch Zeltplätze vor dem Kloster Langwaden eingerichtet werden.

Ein passender Ort: Im Gästehaus der Zisterzienser-Mönche sollen während des Weltjugendtags ohnehin rund 30 Bischöfe eine Bleibe finden. Fünf Kirchengemeinden im Stadtgebiet werden den Gästen als Orte der Katechese dienen. Insgesamt bieten sie eine Platzkapazität für 2 600 Menschen. Zu wenig, um alle Pilger aufzunehmen. Aus diesem Grund wird nach weiteren Standorten gesucht.

In den nächsten Tagen wollen Hall, Amian und Hufendiek die Frimmersdorfer Erfthalle in Augenschein nehmen. Möglicherweise können sich auch dort im nächsten Jahr junge Leute zu Glaubensgesprächen und Gottesdiensten zusammenfinden. Außerdem hat ein Schützenverein angeboten, sein Zelt zur Verfügung zu stellen.

"Wenn wir hochrechnen, kommen wir auf gut 4 000 Katechese-Kapazitäten", soJürgen Hall. Wie Kreisdechant Auel erklärte, wird in Grevenbroich seit Herbst vergangenen Jahres am Weltjugendtag gearbeitet. Vor allem die jungen Leute, die sich in den Pfarren zu so genannten Kernteams zusammengeschlossen haben, seien eifrig bei der Vorbereitung. Sie wollen sich auch um die Jugendlichen kümmern, die an dem einen oder anderen Tag lieber in der Stadt bleiben, anstatt nach Köln zu reisen.

Auel selbst erhofft sich von den Weltjugendtags-Gästen auchImpulse zur Glaubens-Erneuerung in den Pfarren - "und natürlich mehr Schwung". Der Jugendhilfeausschuss sagte Jürgen Hall seine Unterstützung zu, zumal der internationale Besuch für die Stadt auch die Gelegenheit biete, sich positiv darzustellen. Beigeordneter Michael Heesch wies Hall jedoch nachdrücklich darauf hin, dass sich die Stadt Grevenbroich in der Haushaltssicherung befinde:"Wenn Kosten auf uns zukommen sollten, muss frühzeitig darüber gesprochen werden. Damit wir sagen können, was geht und was unmöglich ist."

(NGZ)