Grevenbroich: Stadt baut umstrittene Radständer am Bahnhof ab

Grevenbroich: Stadt baut umstrittene Radständer am Bahnhof ab

Keine Woche nach dem Beschluss im Bauausschuss hat die Stadtverwaltung mit der Demontage der umstrittenen Fahrradständer am Bahnhof begonnen. Der Standort soll zunächst als Pflaster-Fläche hergerichtet werden. Ob die Ständer im nahe gelegenen Parkhaus wiederverwendet werden, ist noch offen.

Für Anlieger des Bahnhofs waren die 52 Ständer schon seit langer Zeit ein Ärgernis - weil sie ein Treffpunkt von Alkohol- und Drogensüchtigen waren, dort kam es häufig oft zu Pöbeleien und Schlägereien. Auf Antrag der CDU hatte sich der Bauausschuss in der vergangenen Woche dafür entschieden, die Ständer endlich abzubauen.

Nach der Demontage soll das Areal etwas aufgehübscht werden. So ist etwa geplant, den Abstellplatz für Mülltonnen der Bahnhofsgaststätte etwas zu vergrößern und ihn mit einer Sichtschutzwand auszustatten. Ist diese Arbeit abgeschlossen, soll mit der Gestaltung der ehemaligen Fahrradanlage begonnen werden. "Es gibt mehrere Ideen", sagt der zuständige städtische Beigeordnete Florian Herpel. "Wir haben uns aber noch nicht festgelegt."

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Ob die Fahrradständer - wie von der CDU beantragt - in das Parkhaus verlegt werden, hängt von den Planungen des Caritasverbandes ab. Der möchte seine Fahrradstation am Bahnhof erweitern und sie um eine Werkstatt ergänzen. Die Stadt befinde sich nach wie vor in Gesprächen mit dem Wohlfahrtsverband, ein Ergebnis könne er noch nicht mitteilen, sagte Herpel.

Auf Vorschlag der CDU sollen zwischen den Bäumen auf dem Bahnhofsvorplatz neue Fahrradständer montiert werden. Zurzeit würden dort häufig Räder "wild und ungeordnet" abgestellt und an Bäumen angebunden, moniert Fraktionschef Wolfgang Kaiser.

(wilp)