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Grevenbroich: St. Peter und Paul fast fertig

Grevenbroich : St. Peter und Paul fast fertig

In neuem Gewand präsentiert sich St. Peter und Paul – im Gotteshaus laufen die letzten Arbeiten vor der Wiedereröffnung. Pfarrer Willi Steinfort ist mit der Sanierung zufrieden. Die NGZ stellt das Ergebnis vor.

In neuem Gewand präsentiert sich St. Peter und Paul — im Gotteshaus laufen die letzten Arbeiten vor der Wiedereröffnung. Pfarrer Willi Steinfort ist mit der Sanierung zufrieden. Die NGZ stellt das Ergebnis vor.

Eine letzte Überraschung: Am Altar stehen zwei große Engelfiguren, eine hält eine Kirche, die andere eine Trompete. "Die beiden Figuren haben wir auf einem Speicher gefunden. Wo sie früher standen, wissen wir nicht", erzählt Franz Anton Lenze, Mitglied des Kirchenvorstands und Architekt bei der Kirchensanierung. Nach der Restaurierung sollen die Engel im sanierten Gotteshaus St. Peter und Paul einen Platz bekommen.

Überraschungen gab's mehrere während der seit Frühjahr 2010 laufenden, rund 1,2 Millionen Euro teuren Sanierung der Grevenbroicher Kirche — erst draußen, dann drinnen. So mancher Schaden war größer als zunächst vermutet. Doch nun sind die Handwerker abgezogen, die allerletzten Arbeiten laufen. Zurzeit wird der Boden grundgereinigt und gewachst. Küster Thorsten Kaiser hängt bereits die Halter für die Apostelleuchter an den Wänden auf. In neuem Gewand präsentiert sich das Innere von St. Peter und Paul. Die Wände und Kapitelle sind — in den bisherigen Farbtönen — frisch gestrichen. "Die Kirche sieht viel heller aus als vorher — das ist ein gelungenes Ergebnis", sagt Pfarrer Willi Steinfort erfreut. Durch die gereinigten Kirchenfenster strahlt die Mittagssonne, lässt den frisch restaurierten Hochaltar noch besser zur Geltung kommen.

Bei einem letzten Problem gab's jetzt zum Glück Entwarnung. Vor der Grundreinigung des Fußbodens bestand der Verdacht, dass im Boden Asbest verarbeitet sein könnte. Also wurden Proben entnommen, zur Vorsicht in gleich zwei Labors untersucht. "Es ist kein Asbest enthalten", betont Franz Anton Lenze. Damit ist eine aufwendige Sanierung nicht nötig. Am vierten Adventssonntag, 18. Dezember, 11 Uhr, wird erstmals wieder die feierliche Messe im Gotteshaus statt in der Kapelle des St.-Barbara-Hauses gehalten. Eine offizielle Eröffnung ist für 2012 geplant.

Dann können sich die Grevenbroicher selbst ein Bild vom sanierten Innenraum — und einigen Änderungen — machen. Die nicht mehr benötigte Orgel von 1953 ist abgebaut und verkauft, die aus der Zeit davor stammende Empore wiederhergestellt. "Zum Glück sind die Paneele dafür erhalten geblieben", freut sich Peter Daners, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands.

Das Taufbecken hat einen neuen Standort erhalten. "Bislang stand es in der Ecke, nun ist drumherum mehr Platz bei der Taufe", erklärt Pfarrer Steinfort. Der Marien-Altar wechselt in die Turmkapelle, die dort stehende Hagelkreuz-Madonna ist künftig ins Seitenschiff zus ehen, das noch aus der Zeit der alten Klosterkirche stammt.

(NGZ)