Grevenbroich: Sport für Betagte sucht weiter Kandidaten

Grevenbroich: Sport für Betagte sucht weiter Kandidaten

Für den scheidenden Vorstand hat der Verein "Sport für Betagte" immer noch keine Nachfolger.

Die Zeit wird knapp für den Verein "Sport für betagte Bürger": Am 5. Mai ist Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl. Doch immer noch ist niemand in Sicht, der den bisherigen Vorstand, der nicht mehr zur Wahl stehen wird, ablösen möchte: Das beklagt Vorsitzender Rüdiger Bartholomäi auf Nachfrage. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Barbara Schnitzler und Schatzmeister Jochem Janke wollte Bartholomäi eigentlich am 5. Mai aus Altersgründen aus dem aktiven Vorstandsdienst ausscheiden: "So ein Amt ist nämlich mit viel Arbeit verbunden", sagt er.

Und wenn kein Wunder geschieht, dann wird die Arbeit für Bartholomäi, Schnitzler und Janke auch am 5. Mai noch nicht enden: "Man kann nicht so einfach aufhören. In unserer Satzung steht, dass wir eine neue Versammlung ansetzen müssen, wenn sich an dem Tag keine Kandidaten finden. Und bis dahin muss der alte Vorstand dann noch kommissarisch im Amt bleiben", betont der Vorsitzende. Eine neue Versammlung könnte dann laut Bartholomäi in ein bis zwei Monaten anberaumt werden.

Besonders optimistisch gibt sich der scheidende Vorsitzende allerdings nicht, was eine mögliche Kandidatenfindung anbelangt: "Wir haben bei unserem letzten Jahresausflug 200 Mitglieder dabei gehabt und allen klar gemacht, dass wir neue Leute für den Vorstand brauchen. Aber nicht einer hat sich angesprochen gefühlt. Die Resonanz war gleich null. Dieser Wahrheit muss man sich stellen", bedauert Bartholomäi. "Wir sind einfach überaltert, unsere Jüngsten sind Anfang 70, die Ältesten 98", verdeutlicht er. Außerdem plage die Sportgemeinschaft ein Problem, das auch jüngere Vereine teilten: "Wer will denn heute noch aktiv mitarbeiten, welcher Verein hat denn noch einen kompletten Vorstand?", fragt Bartholomäi mehr rhetorisch an und nennt Beispiele für "Leidensgenossen". Dem TV Kapellen und dem TuS Grevenbroich gehe es genauso wie dem "Sport für betagte Bürger", meint er.

(gt)