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Grevenbroich: Spielmobil fährt 2012 wieder

Grevenbroich : Spielmobil fährt 2012 wieder

Einst war es der Hit auf Spielplätzen. Heute steht das Spielmobil der Stadt meistens ungenutzt am Bauhof im Freien – ein trauriger Anblick. Politiker fordern einen erneuten Einsatz, die Verwaltung plant den Neuanfang für 2012.

Wenn der gelbe Transporter anrollte, schlugen Kinderherzen höher, freuten sich Jungen und Mädchen auf Pedalos. Rolltonnen, Hockey-Spiel und die anderen Geräte des Spielmobils. Doch die Zeit, in der der Wagen regelmäßig auf Spielplätzen und bei Festen Station machte, ist lange vorbei: Seit etwa vier Jahren hält das Mobil die meiste Zeit einen Dornröschenschlaf am Rande des Bauhofes der Wirtschaftsbetriebe und wird nur sehr selten eingesetzt. Der Grund: Der Nothaushaltskommune fehlte es an Geld und Personal.

Der 19 Jahre alte Wagen steht im Freien, er hat lange keine Kinder mehr gesehen. Die meisten Spielgeräte sind in einem Keller der Gesamtschule eingelagert. Damit wollen sich Politiker nicht abfinden. Im Frühjahr hatte die SPD die Verwaltung aufgefordert, ein Konzept zur Verbesserung der Spielmobilarbeit zu erstellen. Jetzt fordert der CDU-Ortsverband Grevenbroich in seinem kommunalen Handlungskonzept, das Mobil wieder einzusetzen.

Im Rathaus gibt's dafür seit längerem Überlegungen: "Wir planen, das Spielmobil möglichst in den Osterferien 2012, spätestens aber in den Sommerferien wieder auf Spielplätzen einzusetzen", erklärt Wolfgang Hufendiek vom Jugendamt. Allerdings handele es sich um eine "begrenzte Zahl" von Terminen. Bei manchem schlecht ausgestatteten Spielplatz könnte das Mobil das Angebot ergänzen.

Hufendiek weiß aus eigener Erfahrung, welche Spuren das Anfang der 80er Jahre eingeführte Spielmobil hinterlassen hat. "Noch heute werden wir von Eltern angesprochen, die als Kind selbst am Mobil gespielt haben und nun fragen, warum das nicht mehr kommt."

Mit dem bis 2014 geltenden Jugendförderplan hatten die Kommunalpolitiker den Neuanfang beschlossen, aber davor sind Hürden zu überwinden. "Für das Spielmobil sind pädagogische Kräfte nötig, die auch für die Sorgen der Kinder da sind", so Hufendiek. Die Stadt hat dafür gemeinsam mit "Rheinflanke" Überlegungen angestellt, mit der gemeinnützigen Gesellchaft kooperiert Grevenbroich bei der mobilen Jugendarbeit. "Eigentlich sollte das Spielmobil bereits in diesem Jahr rollen, doch es waren keine Honorarkäfte zu finden", so Hufendiek.

Nun soll es im zweiten Anlauf gelingen, gesucht werden beispielsweise Sport- oder andere Studenten. Der Wagen, so Hufendiek, sei in Ordnung, allerdings sollen Spielgeräte beschafft werden.

Für die Finanzierung will die Stadt Einnahmen aus der Vermietung des Spielanhängers und der Hüpfburg verwenden. "Außerdem würde ja Geld aus der Vermietung des Mobils bei Veranstaltungen hereinkommen", so Hufendiek,

(NGZ/rl)