Grevenbroich: Spektakuläre Experimente am 17. Wissenschaftstag

Grevenbroich: Spektakuläre Experimente am 17. Wissenschaftstag

Bei ihrem Science Day ließen die Käthe-Kollwitz-Schüler Drohnen fliegen oder erklärten den Knick in der Optik.

Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule hat die Zukunft ihrer Schüler fest im Blick. Einer ihrer Schwerpunkte sind MINT-Fächer. Die werden nicht bloß theoretisch vermittelt, am Science day, ihrem Wissenschaftstag, wird praktisch gezeigt, was alles in Bio, Mathe, Physik und Informatik steckt.

"Es ist total cool, selbst zu programmieren", erklärt Timo Landmann (17). "Die Versuche sind immer das beste", schließt sich Moritz Graen (16) an. Wie eine Fledermaus kann ihr Modellauto "Rasberry II" per Ultraschall Abstände messen, um beim Ein- und Ausparken nirgendwo anzuecken. Nebenbei setzen sie alte Spiele wie "Schnick, Schnack, Schnuck" in technische Dimensionen oder entwickeln mal eben einen Lautstärkeregler. "Es ist wichtig, dass sich die Schüler gegenseitig fördern und einander für Projekte begeistern", erklärt Mathe- und Physiklehrer Bernd Lucas. Gemeinsam mit Sieglinde Raffel, die Mathe, Chemie und Sport unterrichtet, ist er für die Organisation des Science days, übrigens dem 17. seiner Art, verantwortlich.

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Anna-Lena Göbbels, Till Wildschütz und Isabell Luck hatten Roboter programmiert, Florian Kasten und Patrizia Torres zeigen Abkürzungen als Hilfen im Kopfrechnen, Blindtests zur gesunden Ernährung wurden mit Happen von Banane, Apfel und Orangen durchgeführt und einen Stand weiter - insgesamt präsentierten sich 54 Gruppen mit ihren Experimenten - konnte der Zuckergehalt mittels pH-Teststreifen von brauner Brause, Wasser, Apfelsaftschorle und Traubenzuckerwasser festgestellt werden. Kombiniert wurde das ganze mit einem Quizz. "Die besten Teilnehmer bekommen Experimentierkästen", erklärte Bernd Lucas. Damit lassen sich dann altersgerechte Versuche am heimischen Herd durchführen.

Zu lösen galt es unter anderem, mit welchen Sprachen sich künstliche Wesen im Internet programmieren lassen, aber auch, welche Naturwissenschaft hinter der so schön anzuschauenden Eislaufpirouette steckt. "Ein physikalisches Moment namens Trägheit", erklärte Profi Bernd Lucas das Prinzip, das er mit einem Schüler, der zwei Hanteln hielt, auf einem Drehstuhl demonstrierte: Sind die Gewichte außen, ist ist die Drehung langsam, ist der Schwerpunkt innen, beschleunigt sich die Rotation sofort.

(von)