SPD will neues Bauland in Grevenbroich-Hemmerden schaffen

Versammlung in Grevenbroich-Hemmerden : SPD will neues Bauland in Hemmerden schaffen

Sozialdemokraten schlagen Ausweisung neuer Baugebiete vor. Pläne werden am Montag, 26. November, bei „Fraktion vor Ort“ vorgestellt.

Das 2600-Einwohner-Dorf Hemmerden benötigt neues Bauland. Dafür machen sich die SPD-Fraktion sowie natürlich die Hemmerdener  Ratsherren Ludwig Jedrowiak und André Thalmann stark. Die SPD sieht ihre Initiative im Zusammenhang mit ihrem Antrag für eine Wohnungsbauoffensive für Grevenbroich in der vergangenen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Die Pläne für Hemmerden will die Fraktion am Montag, 26. November, 18.30 Uhr, im Rahmen der Aktion „Fraktion vor Ort“ in der Gaststätte „Alt Hemmerden“ am Kirchplatz 2 vorstellen.

„Viele Menschen in Hemmerden möchten hier gern bauen, finden im Ort aber kein Bauland. So mancher zieht weg, obwohl er eigentlich gern in Hemmerden bleiben würde“, weiß André Thalmann, der auch Vorsitzender des SPD-Stadtverbands ist. Das letztere größere Neubaugebiet seit mehr als 20 Jahren sei am Schrieverspfad errichtet worden. Neue Baugebiete sollten nicht nur etwa in Wevelinghoven und Kapellen entstehen, sondern auch in Hemmerden. Ludwig Jedrowiak schlägt vor, bei Plänen für neue Baugebiete auf den vor Jahren entstandenen Dorfentwicklungsplan für Hemmerden zurückzugreifen. Die darin vorgesehenen Siedlungen seien bislang aus unterschiedlichen Gründen bislang nicht realisiert worden, erklärt Thalmann.

Drei mögliche Baugebiete bringt die SPD ins Gespräch: Ein Gebiet könnte am Schrieverspfad entstehen, im Dorfentwicklungsplan ist die neue Siedlung zwischen dieser Straße und der Bedburdycker Straße eingezeichnet. Bauland hatte der Plan auch am nördlichen Ortsrand nahe der Straße Lindenhof, nicht weit von der Raststätte Vierwinden entfernt, vorgesehen. Als dritte Fläche schlägt die SPD ein Areal im Bereich „In de Dell“ zwischen A 46 und Ortsbebauung vor. „Dort müsste unter anderem der Lärmschutz geprüft werden“, erklärt Thalmann.

Der Ratsherr erhofft sich beim Treffen am Montag auch Anregungen aus der Bevölkerung. Als Gesprächspartner stehen unter anderem Florian Herpel, Beigeordneter für Planung und Bauen, sowie Planungsfachbereichsleiterin Dorothea Rendel bereit. Nach der Versammlung will die SPD-Fraktion einen Antrag formulieren, die Verwaltung soll dann vorgeschlagene Flächen prüfen. „Mindestens eines der Gebiete sollte als Bauland ausgewiesen werden“, sagt Thalmann, Wichtig sei, dass auch bezahlbarer Wohnraum für Familien entstehe.

Dieses Ziel ist auch Bestandteil der von der SPD geforderten „Wohnungsbauoffensive“. „Nach der Wohnraumbedarfsanalyse müssen bis 2030 im Stadtgebiet 1802 Wohneinheiten geschaffen werden, darunter 631 öffentlich geförderte“, begründet Fraktionsgeschäftsführer Daniel Rinkert.

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