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Grevenbroich: SPD wartet auf Sportplatz-Konzept

Grevenbroich : SPD wartet auf Sportplatz-Konzept

Bürgermeister Klaus Krützen soll Gespräche mit RWE in Ruhe fortsetzen.

Jürgen Linges und Daniel Rinkert, Vorstandsmitglieder der SG Frimmersdorf-Neurath und zugleich Ratsherren der SPD, haben sich zu der Rheinwasser-Pipeline positioniert, die künftig quer über die beiden Sportplätze in Frimmersdorf verlaufen wird. Beide sind der Meinung, dass Bürgermeister Klaus Krützen in Ruhe die Gespräche mit RWE führen soll. Danach müsse über alle möglichen Sportplatzmodelle in den südlichen Stadtteilen diskutiert werden.

Wo wird künftig Fußball gespielt, in Neurath oder Frimmersdorf? Diese Frage ist offen. "Die Orts-SPD hat bereits 2008 die Verwaltung zu einer Prüfung aufgefordert. Sie sollte ermitteln, welcher Standort der bessere ist - oder ob ein komplett neuer Platz angelegt werden sollte", sagt Jürgen Linges. Dieser Auftrag sei noch nicht abgearbeitet worden, die SPD warte bis heute auf eine Antwort aus dem Rathaus.

Der Vorstand der SG habe sich für den Standort in Frimmersdorf ausgesprochen. Linges selbst könnte sich alternativ auch einen neuen Platz im Bereich des Ausbildungsstützpunktes an der Erftstraße vorstellen. Dort seien auch Räume für Versammlungen vorhanden. "Wir sind gesprächsbereit und warten auf Signale aus der Verwaltung", berichtet der SG-Vorsitzende.

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Daniel Rinkert geht davon aus, dass ein Verkauf der Frimmersdorfer Sportplätze an RWE nicht genügend Geld einbringen wird, um dafür eine neue Anlage zwischen den beiden Orten anzulegen. "Da werden keine Millionenerlöse freigesetzt, mit denen eine große Lösung realisiert werden könnte", sagt er: "Wer das suggeriert, ist unehrlich und schadet der gesamten Politik." Solche Hoffnungen dürften wegen der städtischen Haushaltslage erst gar nicht geweckt werden.

Zumal es einen beachtlichen Sanierungsstau im Sportbereich gibt. "Etwa 2,5 Millionen Euro müssten für Projekte ausgegeben werden, die von absoluter Dringlichkeit sind", sagt Rosemarie Cremer (SPD), Vizevorsitzende des Sportausschusses. Mit der jährlichen Sportpauschale von 177.000 Euro und rund 71.000 Euro, die an Gebühren eingenommen werden, könne dieser Stau nicht aufgelöst werden. Vor diesem Hintergrund hat die SPD den Antrag für ein neues Sportplatzkonzept für die Stadt gestellt.

Von mehreren Vereinen sei der Wunsch nach neuen Kunstrasenplätzen laut geworden, zudem müssten vorhandene Kunstrasen erneuert werden. Auch mit Blick auf den demografischen Wandels in den nächsten zehn Jahre müsse untersucht und bewertet werden, ob alle Investitionen angesichts knapper Mittel erforderlich sind, meint Cremer. "Es ist notwendig, mit Vereinen, Politik und Verwaltung nach Optimierungsmöglichkeiten für die Sportanlagen zu suchen", sagt die Ratsfrau. Die Federführung für die Entwicklung des Konzept solltes der Stadtsportverband übernehmen.

(NGZ)