1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: SPD setzt sich für die S-Bahn 18 ein

Grevenbroich : SPD setzt sich für die S-Bahn 18 ein

Pendler ärgern sich über zu spät kommende Züge und zu volle Abteile – und das schon seit Jahren. In einem Antrag an den Rat hat die SPD jetzt Verbesserungen für die Regiobahn 38 gefordert. Der Antrag wurde in den Planungsausschuss verwiesen, der sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit dem Thema befassen wird.

Pendler ärgern sich über zu spät kommende Züge und zu volle Abteile — und das schon seit Jahren. In einem Antrag an den Rat hat die SPD jetzt Verbesserungen für die Regiobahn 38 gefordert. Der Antrag wurde in den Planungsausschuss verwiesen, der sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit dem Thema befassen wird.

"Vor allem im Berufsverkehr ärgern sich Pendler, die nach Düsseldorf wollen, immer wieder über Koordinationsprobleme", sagt SPD-Fraktionsvize Klaus Krützen und schildert: "Die Regiobahn 38 ist vielfach verspätet, und der Anschlusszug in Neuss ist schon losgefahren. Pendler müssen entweder eine Stunde warten oder aber die Rheinbahn-Linie 709 nach Düsseldorf nutzen." Gäbe es im Berufsverkehr zwischen 7 und 20 Uhr durchgehende Verbindungen in die Landeshauptstadt, würde dies den Pendlern viel Zeit sparen — "und Nerven", wie Krützen hinzufügt.

Die SPD hat beantragt, die Strecke von Grevenbroich nach Neuss als S-Bahn auszubauen. "Die Strecke ist im Regionalplan bereits für das Jahr 2015 als S-Bahn-Route ausgewiesen, ebenso ist sie als S18 in den Planungen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr enthalten", erläutert der SPD-Fraktionsvize. Die Sozialdemokraten haben die Stadtverwaltung daher aufgefordert, sich für Verbesserungen einzusetzen — sowohl über den Rhein-Kreis als auch den Verkehrsverbund.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hatte in der Vorwoche wiederholt auf die hohen Kosten hingewiesen, die eine S-Bahn verursachen würde — etwa für die Elektrifizierung der Strecke oder für eine Beseitigung der Bahnübergänge. Für die SPD ist das Projekt damit aber nicht zu den Akten gelegt: "Man muss auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten entwickeln", meint Krützen. So könne das Vorhaben möglicherweise auch mit Fördergeldern aus dem Projekt "Innovations-Region Rheinisches Revier" realisiert werden.

(NGZ/rl)